#067 – Mittelmeer – wieder am Schiff

Wir starten wieder im Mittelmeer

Nach einem erfolgreichen Heimflug und 4 Wochen Deutschland, sind wir nun wieder im Mittemeer, Italien angekommen. Wir hatten schöne und erfolgreiche Wochen in Deutschland, eine schöne Zeit mit der Familie, viele, tolle Treffen mit Freunden und Bekannten, Arzttermine (auch bei Fachärzten) usw.. Mit frischen Ideen und neuer Abenteuerlust ging es am 30.05.2025 nachts in Bregenz los, wir fuhren mit dem Flixbus nach Genua, wo am 31.05 unsere Okeanos ankommen sollte. Wir verbrachten eine Nacht im Hotel und wurden am nächsten Mittag von Tom und Sybill, ihr Schiff fuhr auch mit dem Cargoschiff rüber, abgeholt. Sie kamen mit dem Auto aus der Schweiz nach Genua und nahmen uns mit zum Hafen, um unsere Schiffe wieder entgegenzunehmen. Es ist alles gut gelaufen, die Okeanos schwimmt wieder! Sie war zwar etwas salzig, aber nach einigen Wäschen war sie wieder sauber. Wir verbrachten fast 2 Wochen in Genua. Wir mussten ja das Schiff wieder klarmachen, Segel aufziehen, Solarplatten anschrauben, saubermachen, Davits anschrauben, Vorräte auffüllen usw., natürlich durfte das Sightseeing nicht zu kurz kommen. Genua hat eine superschöne Altstadt, wird etwas unterschätzt. Es ist die größte zusammenhängende Altstadt Europas. Das Essen, EIS, ist bock lecker, Dolce Vita halt.

Markus Eltern besuchten uns ein paar Tage, so konnten wir gemeinsam Genua erkunden und genießen.

Eigentlich wollten wir am 10.06 los, aber ein paar Tage vorher bekamen wir die Nachricht, dass der Hafen am Vormittag gesperrt ist, da die „Amerigo Vespucci“ von ihrer Weltreise zurückkehrt. Wir beschlossen noch nen Tag dranzuhängen, da wir nicht schon um 6.00 Uhr früh und nicht mehr am späten Nachmittag loswollten. Es hat sich wirklich rentiert dazubleiben. Es war ein Riesenspektakel. Die „Amerigo Vespucci“ ist ein, das, italienische Segelschulschiff, ähnlich wie bei uns die „Gorch Fock“. Im Internet heißt es, das sie „das schönste Segelschiff der Welt“ ist. Sie beendete ihre Weltumsegelung am 10ten in Genua und wurde von den Italienern mächtig gefeiert. Wir standen früh auf, um die Ankunft mitzubekommen. Das Schiff wurde von zig anderen Segelbooten empfangen und begleitet, im Hafen angekommen gab es ein lautes Hupkonzert von allen Hafenlieger (Fähren, Kreuzfahrtschiff, Superyachten usw.).

Mittags fielen Fallschirmspringer mit Fahnen vom Himmel, später flog die „Frecce Tricolor“ über den Himmel und färbte den Himmel in den Farben der italienischen Flagge ein. Wir lagen im Stadthafen „Porto Anitico“ unweit des Schiffes und bekamen so ein bisschen was vom offiziellen Akt mit, die Musik hörten wir sehr gut. Abends wurde eine Oper aufgeführt und um 22.30 Uhr wurde eine Drohnenshow veranstaltet. So was habe ich noch nie gesehen, absolut beeindruckend.

Tausende von Drohen schwebten im Himmel und formten Bilder in den nächtlichen Himmel, man dachte man schaut auf eine Leinwand. Es entstand das Schiff wie es über die Wellen segelt, die Reiseroute auf der Weltkugel, ein Kompass und vieles mehr, irre. Und zum Schluss dann noch ein Feuerwerk. Mit vielen Eindrücken vom Tag schliefen wir sehr gut. Am nächsten Tag hieß es früh aufstehen, Ziel war für diesen Tag „La Spezia“, vorbei an „Portofino“ und der „Cinque Terre“.

Leider war es etwas diesig und wenig Wind, wir mussten viel motoren und die Sicht war nicht ganz optimal. Unser ausgesuchter Ankerplatz vor „La Spezia“ war einigermaßen o.k., am Abend setzte die Thermik ein und es kam ganz schön Wind auf. Da müssen wir uns erst wieder drangewöhnen. Als die Düse nach lies, zog eine Demo mit Booten für Palästina vorbei, immer Aktion in Italien. Am Abend als es wirklich ruhig wurde und die Sonne unterging, erkannten wir erst, wie schön der Ankerplatz war. Leider war er nicht so ideal, dass er zum Verweilen einlud und so ging es am nächsten Tag weiter nach „Livorno“. Auf dem Weg dorthin mussten wir durch militärisches Gebiet und tatsächlich mussten wir unseren Kurs ändern, denn um 11.00 Uhr fand dort eine Schießübung statt. In „Livorno“ ergatterten wir einen Platz am „Livorno free Stadtdock“, wir konnten dort seitwärts anlegen, zwar ohne Strom und Wasser, dafür free und mitten in der Stadt.

Abends ein beliebter Treffpunkt, freitags Herrenstammtisch

Wir blieben 3 Tage und genossen nochmal das Stadtleben, bevor es weiter nach Elba ging. Am Sonntagmorgen, leider ohne Wind, setzten wir nach Elba über. Auch wenn wir unseren neuen Propeller noch nicht wirklich unter Segel testen konnten, unter Motor läuft es auf jeden Fall besser. Wir kamen zeitig am frühen Nachmittag in der Ankerbucht vor „Porto Azzuro“ an. Es war Sonntag, heiß und einiges los. Die Ankerbucht füllte sich Richtung Abend ganz schön, 50 Boote. Das Wasser lud zu einem erfrischenden Bad ein, auch wenn es nicht die Qualität der Bahamas hat, dafür aber keine Haie. Wir wollen einige Tage hierbleiben, wir haben ja keine Eile und uns gefällt es hier sehr gut.

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