Elba sollte unser letztes Ziel sein und vorab, wir trafen, wie auch schon im Juni, wieder viele Bekannte und Freunde. Unser Ankerplatz für die Nacht, „Cala di Margidore“, war bewusst gewählt, gegenüber am Campingplatz hatte Markus Bruder Daniel mit Chrisi und den Kids einen Bungalow für ne Woche gemietet, um mit uns und der „Okeanos“ noch ein bisschen Zeit zu verbringen.

Wir holten sie am nächsten Morgen dort am Strand ab, Markus düste mit dem Dinghy zum Strand und brachte sie zu mir und der „Okeanos“. Das Wetter war gut, der Wind nicht viel, dies war aber perfekt zum Schnorcheln. Wir schipperten ein Stück weiter an einen guten Schnorchelplatz, der Anker fiel und wir chillten, schnorchelten, genossen das guttemperierte Meer, einfach ein schöner Tag am Boot. Die Mädels waren total begeistert von der Unterwasserwelt, ihr erster Schnorchelgang. Am späten Nachmittag zogen wir den Anker und segelten bzw. motorten Richtung Porto Azzuro.


Es war schon ein bisschen wie heimkommen, wir ankerten wieder am bekannten Ort, leider lag der Anker erst beim dritten Versuch gut, aber dann supergut.



Abends heizten wir den Grill ein, es gab lecker Fisch und Wurst. Spät am Abend, alle platt vom ereignisreichen Tag, fuhr Markus die vier an Land. Sie fuhren in ihr Bungalow auf den Campingplatz und wir krabbelten in unsere Koje. Am nächsten Tag bekamen wir noch mehr Besuch, aber nur ein kurzer Abstecher, ein ehemaliger Fußballkollege von Markus mit Frau und Kind kamen zu Besuch, wieder sehr kurzweilig und lustig und unser Boot war wieder ganz schön voll, 9 Personen. Highlight des Tages, ein tolles Feuerwerk, zwar erst um 23.30 Uhr dafür aber bestimmt ne Stunde lang. Am nächsten Tag machten die Knausis einen Ausflug auf den „Monte Capanne“ und wir warteten voller Vorfreude auf die Ankunft der „Seabbatical“.

Kathi und Silvio haben wir in den Bahamas kennengelernt und uns auf Anhieb gut verstanden. Wir haben viel Zeit miteinander verbracht. Auch nach „Ford Lauderdale“ haben sie uns verfolgt und es war wieder eine super Zeit mit den beiden. Und nun sahen wir sie wieder, auf Elba, cool. Auch hier hatten wir wieder gute Tage miteinander, einfach immer schön mit den beiden. Am 8.Sept beschlossen wir in den Hafen zu gehen, es war Ostwind und viel Regen für die nächsten Tage vorhergesagt, bei diesen Wetterbedingungen ist es vor Anker nicht sehr gemütlich. Wir verbrachten noch ein paar Tage mit Dani, Chrisi, Lilly und Marie, fuhren noch mal raus zum Schnorcheln, grillten noch mal an Bord und hatten noch ne lustige Zeit alle zusammen. Die Mädels waren voll von der „Seabbatical“ begeistert, ein Kat, da konnte die Okeanos einpacken. Noch einmal kündigte sich Besuch von nen ehemaligen Fußballkollegen von Markus an, auch sie wollten es nicht verpassen unser Zuhause auf Zeit zu besuchen, es wurde ein schöner Nachmittag.



Die Entscheidung 3 Nächte in den Hafen zu gehen stellte sich als wirklich gut raus, denn der Regen war wirklich ganz schön heftig und der Ankerplatz war ziemlich unruhig. Als es wieder ruhig wurde, haben wir den Hafen verlassen und ankerten wieder an unserer vertrauten Stelle, Kathi und Silvio zogen auch mit uns um. Wir beschlossen mit den beiden einen Inseltag einzulegen. Zu viert haben wir ein Auto gemietet und fuhren auf Elba einige schöne Orte an, spazierten etwas umher und genossen den Tag. Obwohl wir schon einige Zeit auf Elba und in und um Porto Azzuro verbrachten, entdeckten wir noch einen neuen, wunderschönen Ort, die Walfahrtskirche „Madonna die Monserrato“. Schon die Wanderung dorthin war super und der Ausblick von dort oben gigantisch.










Nun hieß es langsam Abschied nehmen von Elba und von der „Seabbatical“, aber nicht bevor wir nochmal Besuch bekamen. Unser jüngster Besuch kam an Bord, Luna (7Monate) mit ihren Eltern, Segler aus Nonnenhorn. Am 15.Okt war es so weit, wir haben Elba verlassen und haben uns von Kathi und Silvio verabschiedet, hoffentlich treffen wir sie bald wieder. Wir hatten entspannte 50sm bei herrlichen Herbstwetter zu unserem Zielhafen, den letzten Hafen die „Cala di Medici“.







Der Ring hat sich geschlossen, von dort sind wir am 9.Juni.2023 gestartet, Liegeplatz B30. Am 15. Okt.2025 machten wir die Leinen fest, auf Liegeplatz B30.

Kaum angekommen flog Markus schon nach Deutschland, um ein Auto zu besorgen, damit wir hier in der Toskana mobil sind. Die nächsten Wochen räumten wir das Boot aus, erledigten Wartungsarbeiten, putzten alles gründlich (von ganz unten bis ganz oben), alles blinkte und glänzte. Wir hatten in der KW44 Besichtigungen für den Verkauf geplant. Dazwischen bekamen wir nochmal Besuch aus der Heimat, auch Markus Schwester mit Familie wollten unsere Okeanos noch kennenlernen. Sie kamen ein paar Tage Mitte Okt, es waren sehr schöne Tag, die Kinder waren voll begeistert. Wir machten unsere letzte Fahrt in diesen Tagen, an einen Ankerplatz unweit vom Hafen. Das Wasser war noch angenehm warm und die Sonne gab alles.


Die Woche drauf fuhr Markus mit der ersten Fuhre nach Deutschland, das Auto war knalle voll. Am 19 Okt war Hausübergabe, nun hatten wir schon mal ein Dach übern Kopf, wenn wir zurück nach Hergensweiler kamen. So langsam wird es immer eindeutiger, dass unser Abenteuer zu Ende ging. Die letzten Wochen verflogen wie im Flug. Ich blieb am Boot, ich wollte meine Blase „Okeanos“ noch nicht verlassen. Ein paar Tage vor der Besichtigung hatten wir nochmal richtig Sturm im Hafen, bis 62kt. Das Meer bzw. das Wetter zeigte uns nochmal zum Schluss die ganze Gewalt. Es war ziemlich ungemütlich auf dem Boot, aber es ist bei uns nichts passiert. Leider war die Gischt ganz schön arg und spritze über die Hafenmauer. Unser frisch geputztes Boot, war über und über mit Salz voll, alles klebte und nichts mehr glänzte. So mussten wir nochmal ran und einige Ausflüge wurden gestrichen. Wieder mal durften wir tolle Leute kennenlernen, ganz überraschend. Unsere Bootsnachbarn in der „Cala di Medici“, Julia und Jan aus München mit ihrer Hanse „Mad Callista“. Wir verstanden uns auf Anhieb und hatten gute, erfrischende und lustige Tage miteinander im Hafen.



Am 29ten war es dann so weit, Claudia und Jens kamen zur Bootsbesichtigung. Und ihnen gefiel unsere „Okeanos“ so gut, dass die beiden unser Boot noch in der folgenden Woche kauften. Nun ist es wirklich, unsere geniales Bootsabenteuer endet.
Hallo ihr zwei, dieses Abenteuer kann euch keiner mehr nehmen, es ist in euren Herzen verankert. ♥️
Willkommen heil und munter zurück, Glg, man sieht sich in Hgw bestimmt bald mal.
Glg Geli Moosbrugger