
Manche Reisen enden nicht einfach.
Sie bleiben. In Erinnerungen, in Freundschaften, in dem, was sie aus uns gemacht haben.
Nach 3,5 Jahren auf See, 18 bereisten Ländern und knapp 13.500 Seemeilen ist es Zeit für unseren letzten Blogeintrag. Nicht, weil die Liebe zum Segeln endet – sondern weil dieses Kapitel nun vollständig geschrieben ist.
Als wir losgesegelt sind, war da vor allem Neugier. Auf das Meer, auf fremde Länder, auf ein anderes Leben. Was wir gefunden haben, war so viel mehr: Begegnungen, Hilfsbereitschaft, Vertrauen – und ein Netzwerk aus Menschen, ohne die diese Reise nie möglich gewesen wäre.
Diese Reise war niemals nur unsere
Auch wenn wir die Meilen zu zweit gesegelt sind – wir waren nie allein.
Deshalb möchten wir an dieser Stelle Danke sagen. Von Herzen.
Danke an unsere Familie, Freunde, Unterstützer, Lieferanten und Wegbegleiter, die uns vor und während unserer Reise unterstützt haben – praktisch, emotional und manchmal einfach nur durch Dasein.
Danke für:
- die Ferienwohnung in den letzten Wochen vor unserer Abreise, als alles gleichzeitig Chaos und Aufbruch war
- das Aus- und Einräumen unseres Häuschens, während wir zwischen Welten lebten
- das Unterstellen unserer Möbel, während wir nur das Nötigste besaßen
- die tatkräftige Unterstützung beim Einbau des Autopiloten, der uns auf unzähligen Wachen begleitet hat
- die eine oder andere geschweißte Halterung, die vielleicht klein wirkte, aber Großes gehalten hat
- die geliehenen Maschinen für Vorbereitung und Ausbau unseres Bootes
- den Transporter, ohne den manches schlicht unmöglich gewesen wäre
- das Abholen an den unterschiedlichsten Orten, zu den unmöglichsten Zeiten
- die Unterstützung in unserer Elektrik, wenn nichts mehr logisch erschien
- für seewasserfeste Bretter, die unsere Waschmaschinenhalterung möglich gemacht haben
- das Leder für unsere Polster, das unser Boot zu einem Zuhause gemacht hat
- den Schreiner für unseren Bootstisch, an dem so viele Geschichten entstanden sind
- den Erfahrungsaustausch, ehrliche Gespräche und geteiltes Wissen
- die angebotenen Betten, während unserer Zeit in Deutschland
- die Autos, die wir nutzen durften
- die Besuche an Bord, nah und fern, kurz oder lang
- und vor allem: für all jene, die unsere Reise zu dem gemacht haben, was sie war
Mehr, als Meilen und Orte
Unsere Route lässt sich auf Karten nachzeichnen. Häfen, Ankerbuchten, Ländergrenzen.
Aber das Wesentliche bleibt unsichtbar: Begegnungen, Hilfe zur richtigen Zeit, offene Türen, offene Herzen.
Diese Reise war nicht nur Wind und Wellen. Sie war Gemeinschaft.
Ein Abschied – und ein Anfang
Dieser Blog endet hier.
Aber das, was wir mitgenommen haben, bleibt: im Herzen, im Kopf und in allem, was noch kommt.
Danke, dass ihr Teil unserer Reise wart.
Danke fürs Mitlesen, Mitfiebern, Unterstützen und Dabeisein.
Fair winds & following seas
Ute & Markus