#020_Sardinien – Costa Smeralda

Diese Woche haben wir ausgiebig die Costa Smeralda genossen. Am Montagnachmittag segelten wir gemütlich von der „Cala Sabina“ querab rüber in die „Cala Razza di Giuncu“, von uns auch FKK-Bucht genannt, da sich in der Nähe an Land ein kleiner FKK-Strand befindet. Das ist eine schöne Bucht ohne den üblichen Ausflugsbooten und auch Übernachtungsboote, wir waren diese Nacht das einzige „normale“ Segelboot am Ankerplatz. Es gibt viel zu sehen auf`m Wasser und an Land und das Wasser ist auch toll. Am nächsten Tag ging es aber trotzdem weiter, Markus hatte eine ganz bestimmte Bucht im Kopf. Langsam versuchten wir an der Costa Smeralda entlangzusegeln, war aber leider erfolglos, unsere Okeanos mag einfach keinen Wind von vorne und so musste halt der Motor herhalten zum „Golfo Pevero“. Wunderschön!

Das Wasser blau, glasklar, ich glaub in so ner schönen Bucht mit so nem Wasser waren wir noch nicht. Anker fiel ins Wasser und Ute gleich hinterher! Weil es so schön dort war und es uns es uns super gefiel blieben wir 3 Nächte. Es gab viel zu sehen, große Boote, Ankermanöver, Ankerfeldordnungspersonal (die gnadenlos jeden, auch wenn nur das Heck ein bisschen in den abgesteckten Bereich hing, wegschickten), sämtliche Vergnügungsgeräte, die man im Wasser so haben kann usw..

Es war besser als fernsehschauen und unser Stand-Up diente jeden Abend als Aussichtsterrasse und als Platz für den Sun-Downer. In dieser Bucht trafen wir auch die SY „Little Lion“ aus Nonnenhorn.

Vielen ist die Geschichte und die kleine Familie bestimmt aus der szon bekannt. Wir ruderten nachmittags mal rüber und hatten ne schöne Unterhaltung an Bord, ist einfach echt immer schön mal jemand zu treffen und ein bisschen zu quatschen.

Für uns ging es aber am nächsten Tag weiter Richtung Maddalena Archipel. In der „Cala Portese“ trafen wir wieder Uschi und Martin, leider war dieser Ankerspot am Nachmittag sehr voll. Am Abend wurde es zwar etwas leerer, aber es blieb immer noch ein ganzer Schwung da, für Nachts war etwas mehr Wind vorhergesagt und die Bucht bot guten Schutz und es ist einfach jetzt Hauptsaison.

Es war ein lustiger Aufenthalt, abends hat Uschi gekocht und wir saßen noch lange auf ihren Boot bei gekühlten Getränken. Am nächsten Morgen machten wir nen kleinen Landspaziergang, man könnte auch gut wandern auf Caprera. Wir entschieden uns aber wieder Richtung Olbia zu segeln. Der Wind kam heute aus der richtigen Richtung und es schaute nach einen guten Segeltag aus, was es auch war. Außerdem wurde für Dienstag und Mittwoch ein heftiger Mistral vorhergesagt und wir hatten keine Lust den hier oben im Maddalena Archipel auszuschaukeln, unser Ziel für Samstag der „Golfo Aranci“. Als wir schon fast am Ziel waren, kam uns eine Armata von „Delphinjägern“ entgegen. Im Golfo Aranci gibt es Delphine und das wird natürlich touristisch vermarktet. Es war schrecklich das zu sehen, die Schlauchboote voll mit Leuten fuhren den Delphinen hinterher, sobald sie gesichtet wurden. Aber wahrscheinlich hätten wir vor ein paar Jahren auch so eine Delphin-Watching Tour mitgemacht, ehrlicherweise.

Wir ergatterten einen guten Ankerplatz und ich ging meiner neuen Tätigkeit nach, Ankertaucherin, und verdiente mir auch gleich ein Eis (von der peu a peu). Und sehr lustig, wenn man sich länger im gleichen Segelrevier aufhält, trifft man sich immer wieder, es ist wirklich so. Frank mit der SY Eira lag schon vor Anker, meine fränkischen Landsleute Anette und Klaus usw.. Nach einem kurzen Snack und einer Dusche ging es an Land, EIS. Wir blieben 2 Nächte, am Sonntag wurde mal wieder Wäsche gewaschen usw. bei beiden Booten.

Nach langem hin und her entschieden wir uns den Wind doch noch weiter davon zu fahren um das Capo Coda Cavallo. Wir kauften morgens noch Fisch für den Abend, leider hatten wir ja noch kein Anglerglück, und los ging es. Es war total spukie, wir fuhren voll durch den Nebel, komisches Wetter, es war 11.00 Uhr und in den Golfo di Olbia zog voll der fette Nebel, die Fähre hörte man nur huben, zum Glück haben wir AIS und gute Geräte, der Nebel verzog sich dann aber auch wieder.

Die Idee war vor der Masse von Windflüchtenden einen guten Ankerplatz zu bekommen und das hatten oder haben wir in der Bucht „Baia Lo Impostu“. Am Abend gab es lecker Dorade und Tintenfische mit Salat, Uschi hatte sogar Kartoffelsalat. Uns geht es wirklich gut!!!  Noch ein komisches Wetterphänomen an diesem Tag, es war erst Wind Richtung Land, abends drehte er dann von Land kommend und der Wind war heiß wie ein Fön, wie im Heißluftbackofen, Wahnsinn was da für eine Energie drin war. Nach ca. ner halben oder ner Stunde war der warme Wind wieder weg, aber es war total schwül. Was wird da wohl die nächsten Tage auf uns zukommen, war die Frage. Wie angekündigt kam am Dienstag der Wind und heute Mittwoch bläst er immer noch und wir sind sehr froh über unsere Entscheidung in dieser Bucht zu ankern, es ist alles auszuhalten und sehr moderat. Später, falls der Wind nachlässt, kommt Frank uns noch besuchen, er hat sich auch entschlossen runter zu fahren und liegt ne Bucht neben uns.

So das war es mal wieder für diese Woche. Mal schauen wo es uns die nächsten Tag hin weht? 

Ein Gedanke zu „#020_Sardinien – Costa Smeralda

  • September 1, 2023 um 12:06 a.m. Uhr
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