#006 – von Korsika nach Elba

#006 – von Korsika nach Elba

Heute, 15.September, liegen wir in Porto Azzurro auf Elba, Italien und es ist schon wieder eine Woche vergangen in der viel passiert ist.

Von Lavezzi ging es weiter in die Bucht am „Golfe de Rondinara“, ist uns sehr empfohlen worden. Wir hatten ne schöne Überfahrt. In der hufeisenförmige Bucht war geniales Wasser toll zum schwimmen, schnorcheln, SUPen usw.. Wir hatten einen tollen Nachmittag und einen schönen Abend. Wir nutzten die Zeit und das ruhige Wasser das Boot wieder ein bisschen auf Vordermann zu bringen. Ich polierte die Chromstangen und Markus reparierte den Schwimmschalter im Bad. Gibt halt immer was zu tun!

Am nächsten Morgen 9.00Uhr ging es Richtung Porto Veccio, wir haben mal wieder ein paar Tage Hafen geplant, soll ne schöne Stadt sein und der Mistral zieht durch. Wir hatten wieder ne gute Überfahrt bei schönen Wind, in die Bucht fuhren wir dann unter Motor. War echt beeindruckend irgendwann „hinten in Bucht“ dann Porto Vecchio zu entdecken. Guter Hafenplatz, nette Helfer, alles gut. Haben dann gleich mal die Stadt erkundet mit dem kostenlosen E-Bus, voll cool und super organisiert. Tolles gemütliches Städtchen oben am Berg, wir beschlossen auf jeden Fall am Abend nochmal raufzufahren. So hatten wir ein paar schöne Tage, ein bisschen Sightseeing, ein bisschen shoppen, ein bisschen arbeiten und eine bisschen Bootsarbeiten. Plan Sonntag weiter, dann wird es auch wieder Zeit weiterzuziehen. Ach fast vergessen, cooles Ereignis noch im Hafen, ein Pelikan flog seine Runden über die Masten und suchte sich wohl den Besten aus. Zum Glück war es nicht unserer sondern der vom Nachbarschiff. Das Vieh ist ganz schön groß, ob das der Windanlage so gut bekommen ist. Manchmal ist es doch besser nicht den höchsten Mast im Hafen zu haben.

Weiter ging es Richtung Norden, da der Wind so gut war und wir super vorwärts kamen entschieden wir uns nicht in der ersten Bucht zu Ankern sondern weiter nach Solenzara zu segeln. Ein besonderer Ankerplatz. Keine direkte Bucht, eher so vor dem Strand neben dem Hafen. Da wir aber ne Nachtfahrt planten und jetzt 3 Tage im Hafen waren, war das o.k.. Erst etwas unruhig, aber auch ne Erfahrung, dann super. Es war wirklich total beeindruckend, wir hatten einen sagenhaften Sonnenuntergang, hinter den Bergen von Korsika und dann ein wahnsinns Mondaufgang.

Der Mond war eine rot-orange Feuerkugel und kam direkt aus dem Meer, fast Vollmond, sowas haben wir noch nicht gesehen. Wir starteten um 2.45 Uhr bei sternenklarer Nacht und fast Vollmond. Es war ganz schön kalt geworden, hatten wir gar nicht auf den Plan. Wir mussten unsere langen Segelhosen, Pulli und Jacken rausholen, aber nach Kaffee und Tee ging es. Es war sehr schön nur wir zwei so Nacht über`s Wasser zu segeln, ja wir konnten segeln der Wind lies es zu. Es waren nur wenige Fischerboote unterwegs, so dass es entspannt war. Wie wechselten uns ab mit dem Steuern, es sei gesagt wir müssen ja alles selber steuern, da wir ja noch keinen Autopilot haben. Als dann endlich die Sonne aufging um 7.50 Uhr wurden es dann endlich wärmer und wir auch wieder fitter. Leider lies der Wind irgendwann nach und wir mussten Motoren, um 14.30 Uhr kamen wir dann auf Elba an in einer wunderschönen Bucht „Baja di Fetovaia“ mit super klaren Wasser. Köpfler!!!!

Wir haben schon auf Sardinien geplant in Elba einen Tauchschein zu machen und beschlossen wir nach Porto Azzurro segeln und dort in den Hafen zu gehen und bei einer der vielen Tauchschulen einen Kurs machen. War ein schöner Törn von ca.20 sm, die Okeanos lief super, so langsam bekommen wir es hin mit dem Segeltrimm bzw. -stellung, es wir immer besser. Porto Azzuro ein nettes Städtchen, dort halten wir es ein paar Tage aus. Gestern hatten wir unsere erste Tauchstunde, erst Theorie auf Englisch und dann ab in den Neopren, Maske, Brille, Weste, Tauchflasche, Flossen an und ab ins Wasser. Eine coole neue Erfahrung! Ich hatte einen großen Respekt, aber war echt gut. Wir sind zum Glück nur wir beide und unsere Tauchlehrer Alessandro macht das echt gut und hat viel Geduld, noch. Heute ist leider schlechtes Wetter, der Scirocco zieht durch und die See ist aufgewühlt, so dass die praktische Stunde ausfällt und wir „nur“ lernen müssen. Darum ist diesmal der Bericht so ausführlich, da wir etwas Zeit haben und man das Lernen gern schiebt.

Ach übrigens für alle die uns regelmäßig verfolgen, dieses Mal ist nicht das AIS falsch oder aus oder so, wir werden voraussichtlich bis Montag hier im Hafen bleiben, also keine Schiffsbewegung.

#005 – Costa Smeralda, Maddalena Archipel und Korsika

#005 – Costa Smeralda, Maddalena Archipel und Korsika

Wow heute ist schon der 08. September und wir sind schon in Frankreich! Viel passiert und gesehen in dieser Woche.

Weiter Richtung Olbia, wieder Bucht, am Tavolara, wunderschön. Wir trafen uns dort mit Segelbekannten aus Bregenz und da die Bucht so schön war und gut Wind geschützt beschlossen wir 3 Nächte zu bleiben. Es musste am Boot einiges gemacht werden, Landausflug stand an usw..

Dann ging es nach Olbia, direkt an die Kaimauer. War ganz cool, da direkt bei der Innenstadt, kostenlos und sehr kommunikativ, hatten einige gute Gespräche und wieder mal einen Kontakt für Malle (vielleicht nächstes Jahr). Olbia selbst ist ein nettes Städtchen, in den „vorderen Reihen“ sehr sauber, Abends doch was los und am Meer entlang super Weg zum Laufen. Wir beschlossen aber, da es echt warm war und der abkühlende Sprung ins Wasser lockte, nur eine Nacht zu bleiben, Vorräte aufzufüllen mal wieder schön Pizzaessen zu gehen und dann weiter in ne Bucht an der Costa Smeralda.

Dort haben wir auch ne wunderschöne Bucht (Calla Sabina) gefunden mit Attraktion, es fuhr ca. jede Stunde ein Bähnle direkt am Strand, und ne riesen Megayacht vor uns. Wahnsinn!!

Weiter ging es Richtung Maddalena Archipel, vorbei an Porto Cervo. Toller Segeltag, ein richtiger Sonntagssegeltörn. Und total toll in Porto Cervo war Maxi Rolex Cup, total tolle Boote kreuzten unseren Weg, es gab viel zu schauen. Abends wieder gute Bucht gefunden, tolles Wasser,…..

Heute ginge es dann mal wieder in den Hafen nach La Maddalena. Markus parkte perfekt ein. Wir konnten direkt von der Gangway über den Gehweg, Zebrastreifen ins Getümmel, immer gerade aus. War ein schöner Tag, Abend lecker Spaghetti die Mare gegessen, war schön mal wieder so unter Leuten.

Eigentlich wollten wir am nächsten Tag nach Bonifacio, aber leider haben wir keinen Hafenplatz mehr bekommen. Aber nicht so schlimm, wir landeten auf Lavezzi. Super schönes Inselchen mit tollen Steinformationen, tagsüber total überlaufen, abends nur für uns (fast).

Heute geht es weiter Richtung Norden an der Ostküste an Korsika entlang.

#004 – Die Ostküste Sardiniens

#004 – Die Ostküste Sardiniens

Wieder ist ne Woche rum, Zeit wieder mal zu berichten wie es uns ergangen ist.

Wie geplant in der Zielbucht angekommen, war ne entspannte Überfahrt mit wenig Wind. Schöne Bucht und natürlich tolles Wasser. Attraktion des Abends war das Boot neben uns, sie legten zum Sonnenuntergang eine Sport- oder Yogastunde ein, sehr interessant und mir rief es in Erinnerung, dass ich auch mein Equipment dabei habe.

Am nächsten Tag ging es zeitig los, der Wind sollte im Laufe des Tages auffrischen und wir mussten genau gegen an. So kam es dann auch, aber nicht schlimm ca. 20kt. Wir kamen gut voran, wenn auch nicht ganz der ideale Kurs, aber wir sind ja noch am üben und da machen sich so ein paar Wenden ganz gut. Am Nachmittag kamen wir dann vor Arbatax an. Es lagen schon ein paar Boote unter anderen auch unsere Nachbarn von gestern, heute leider keine Sportstunde. Wir beschlossen am nächsten Morgen mal an den Strand und ins Städtchen zu schauen. War sehr beschaulich, Attraktion die „roten Felsen“, wobei sich das Spektakulärer anhörte als sie waren. Man kann von hier auch einen Ausflug mit der Schmalspurbahn ins Landesinnere machen. Am Nachmittag gingen wir wieder zurück zu Schiff und schipperten eine Bucht weiter, rum um den Felsen. Wir ankerten am Vogelfelsen „Isola dell´Ogliastra“. Es wurde eine ruhige Nacht vorhergesagt und so war es auch und wir waren ganz allein am Ankerplatz. Cool so am Morgen ganz ohne Nachbarn aufzuwachen.

Noch vor dem Frühstück erkundeten wir die Insel und dann ging es Richtung „Porto di Santa Maria Navarese“ für 2 Nächte. Wir mieteten einen Roller und machten am nächsten Tag eine Fahrt ins Landesinnere über Baunei auf die Hochebene Golgo. War ein super Ausflug fast wie ne Safari, kaum Leute, viele freilaufende Kühe, Schweine, Ziegen, Esel usw.. Abends waren wir in Santa Maria Navarese tolles Dörfchen sehr belebt. Am zweiten Abend war am Dorfplatz ein riesen Grillfest, 250 Spannferkel, ein riesen Event.

Nun war Sonntag und es ging weiter, es waren tolle 2 Tage, viel erlebt, Wassertank aufgefüllt, Vorräte aufgefüllt, Wäsche gewaschen, klar Schiff gemacht usw. Heute haben wir eine lange Strecke vor uns, geplant sind 40sm und Wind eigentlich ganz gut. Leider war dem nicht so, wir mussten viel motoren, aber egal wir kamen an. Wir fuhren durch den Golf von Orosei mit seinen beindruckenten Steilwänden bis nach Capo Comino. Markus hat wieder einen super Ankerplatz für uns gefunden.

Higlight des Tages: unser Abendessen!!! Markus hat nen Fisch gefangen!!! Erstes Mal Angelrute von Günti raus und Fisch dran, Erfolg!

Weiter geht`s Richtung Norden, die Buchten wundeschön, das Wasser glasklar türkis, die Boote immer größer. Schauen wir mal wo es uns heute hin verschlägt.

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#003 – Leinen los

#003 – Leinen los

Es ist heute schon der 23. Aug, schon lange nichts mehr geschrieben, aber es ist alles so neu noch für uns, dass sich noch keine Routine eingestellt hat.

Reilo und Biggi haben uns am 14.Aug morgens verlassen, nach einer schönen Woche zusammen. Wir waren 2 Nächte draußen vor Anker, haben den Markt San Benedetto zusammen besucht (lecker Fisch gekauft und gegrillt), waren in Cagliari zum Sundowner, am Strand und hatten einige schöne Abende zusammen. Es war schön Freunde an Bord gehabt zu haben, gerne wieder.

Unser Ziel war eigentlich am Mittwoch den 17ten Cagliari zu verlassen, aber wir hatten noch so einiges am Boot zu tun und beschlossen, da wir ja Zeit haben, noch ein bisschen zu verlängern, bis Sonntag. Und so haben wir noch ne Woche am Boot im Hafen geschwitzt, es war fast unerträglich dämpfig. Aber wir haben einiges geschafft, Markus hat genäht, Ute schon mal das Bootoffice eingeweiht und noch so einige  „Kleinigkeiten“.

Am Sonntag den 20.08 hieß es dann „Leinen los“! Wir verließen unseren „Heimathafen“ und auch einige Stegbekanntschaften und los ging es Richtung Capo Carbonara, Richtung Ostküste Sardiniens. Erstes Ankern zu Zweit bei 25 Knoten gut gelungen, Anker hat gehalten. Ein spannendes Gefühl so frei zu sein, nicht zu wissen an welchen Ort man Morgen ist. Die zweite Nacht ankerten wir am Capo Ferrato an der Costa Rei, wunderschön. Kristallklares Wasser und weißer Strand. Wir machten unser Dinghi klar, damit wir an den Strand kamen und ne Runde Beachwalk (ohne Stöcke).

Heute Morgen starteten wir ganz gemütlich, der Wind ist erst für Nachmittag vorhergesagt. Nun segeln wir dahin, Wind von hinten, mit Ziel Sa Foxi Manna. Dort werden wir am späten Nachmittag unseren Anker, hoffentlich, schmeißen.

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#002 – Ankunft am Boot

#002 – Ankunft am Boot

Jetzt ist heute schon der 15. Aug, wir sind nun schon zwölf Tage unterwegs. Nein, noch nicht mit dem Boot, wie ihr bestimmt schon bemerkt habt, aber vor zwölf Tagen haben wir unsere Haustüre zugesperrt und auf ging’s ins Abenteuer. Es war eine lange Fahrt, unterm Arlberg, übern Brenner bis nach Genua. Eine schöne Fahrt durch die verschiedenen Landstriche Italiens und ganz schön alles so langsam hinter sich zu lassen und auf ins Neue. 10 Std Fährüberfahrt, fast komplett verschlafen und dann noch 3Std nach Cagliari zu unseren neuen Zuhause, zumindest für die nächsten 3 Monate. Wir waren sehr gespannt in welchen Zustand wir die Okeanos vorfanden, sie war 5 Wochen allein im Hafen. Zum Glück alles gut, alles so wie wir es verlassen hatten, vielleicht ein bisschen mehr Saharastaub auf Deck. Dann hieß es erst mal Transporter ausladen, zumindest anfangen. Es war brutal warm, schwitz, schwitz. Wir haben erstmal die nötigsten Sachen runter und dann gab es ein kleines Nickerchen.

So verliefen dann auch die nächsten Tage, Ziel war das am Sonntag der Transporter leer war und das Boot einigermaßen ordentlich war, denn da bekamen wir unseren ersten Besuch.

Wir hatten noch ein kleines Zuckerle im Transporter. Reilo und Biggi haben uns ihren Roller mitgegeben, so waren wir etwas mobiler und die beiden dann in der folgenden Woche auch, Platz war ja auch noch auf dem Auto. Den nutzten wir natürlich auch und machten zwischendrin auch nen Ausflug an den Strand oder in die Stadt.

Am Sonntag war dann alles bereit für unsere Gäste, Markus holte sie vom Flughafen. Es ist echt schön, dass Freunde das Boot mal life sehen und nicht nur von den Foto`s. Die ersten Tage blieben wir noch im Hafen, gemütlich frühstücken, dann arbeiteten wir noch am Boot, die beiden machten ein paar Ausflüge, Abend machten wir es unser wieder nett.

Am Mittwoch hieß es dann „Leinen los“, Richtung Capo Carbonara. Der Wind war erst gut, wir segelten , dann nahmen die Wolken immer mehr zu und es wurde auch dunkler , wir wurden ganz schön geduscht. So beschlossen wir ne Bucht früher zu ankern in „Torre Delle Stella“. Eine superschöne Bucht, glasklares, türkisfarbiges Wasser, einfach cool. Der Regen hörte auch fast so schnell wie er gekommen ist wieder auf und wir hatten noch einen tollen Abend.

Am nächsten Morgen waren wir uns erst nicht ganz einig, ob wir wieder nach Cagliari oder weiter in die nächste Bucht  ans Capo Carbonara sollten, nach kurzer Diskussion entschieden wir uns noch ne Nacht zu ankern. Los ging`s erst unter Motor, dann mit der Genua. Anker gesetzt, ins Wasser gehüpft, Snack eingenommen, chillen und dann kam das vorhergesagte Gewitter. Wieder Regen und ein bisschen Wind, Anker hält, zum Glück.

Freitags ging es dann auch schon wieder in.Richtung Cagliari, wo wir gestartet sind. Bevor die beiden am Sonntag wieder abreisen, nutzen wir noch die Gelegenheit und proviantierten mit dem Bus. Nun haben wir das Boot gut gefüllt und können demnächst die Leinen in Cagliari los werfen und Richtung Ostküste Sardiniens auf brechen.