#044 – Turks- and Caicosinseln

#044 – Turks- and Caicosinseln

Pünktlich um 7.00 Uhr haben wir nach einem guten Frühstück den Anker hochgezogen und los ginge es Richtung Turks- and Caicosinseln. Es stand noch ganz schön Welle draußen und hatte auch gut Wind. So nach einer halben Stunde Fahrt bemerkten wir, dass unsere Logge nichts anzeigte, schlecht, da der Autopilot auch die Fahrt durchs Wasser braucht. Erst hofften wir es gibt sich und die Wellen rüttelten sie los, aber leider nein. Zum Glück kam noch eine kleine Insel, hinter dieser wir etwas Schutz vermuteten, damit Markus kurz ins Wasser konnten, um das Rädchen der Logge zu lockern. Leider war der Schutz nicht so toll, aber wir schmissen trotzdem den Anker und Markus ging angeleint ins Wasser. Es war bestimmt keine tolle Situation und absolut vermeidbar, hätten wir am Tag vorher besser geschaut, aber Markus schaffte es und die Logge funktionierte. So konnten wir mit einer Stunde Umweg wieder Ziel aufnehmen. Die Überfahrt war die ersten 1 1/2 bis 2 Tage nicht sehr angenehm, es war doch noch ganz schön Welle, aber hilft ja nichts. Dafür hatten wir gut Wind und kamen zügig voran, vorbei an der „Silverbank“. Hier kann man oft Buckelwale sehen, wir haben leider keine gesehen. Wir entschieden uns die kleine Insel „Big Sand Cay“ als Ziel anzulaufen. Am frühen Nachmittag, nach 3 ½ Tagen und 3 Nächten, erreichten wir unser Ziel. Es war der Wahnsinn, kein Boot weit und breit, vor uns weißer Strand und um uns türkis, türkisfarbenes glasklares Wasser, paradiesisch. Kleiner Haken, keine Menschenseele um uns, nur wir beide und ein Barrakuda als Bademeister, der uns die Freude ins Wasser zu springen etwas vermisste, aber egal.

Gegen Abend gesellten sich noch 2 weitere Boote hinzu, aber der Ankerbereich war groß genug für alle. Nachts um 3.00 Uhr brachen wir auf und es ging weiter über die „Caicos-Banks“ nach „Providenciales“ in die „Sapodilla Bay“. Das wir so früh losgingen hatte den Grund, dass wir pünktlich zum Sonnenaufgang in die „Caicos-Banks“ einfahren wollten. Dieses Gebiet ist nicht sehr tief, teilweise hatten wir nur 2,20m ab Wasserlinie unter uns, zeitweise sah man Steine oder Korallenköpfe kurz unter der Wasseroberfläche, gefährlich. Ich musste des Öfteren vorne am Buck stehen und Ausschau halten, ob der Weg frei war. Aber dafür war es grandios, um uns rum nur glasklares, türkises Wasser. Es war wie in einem riesigen Schwimmbecken. Sicherlich eines der Highlights unserer Reise.

Planmäßig sind wir am Ankerplatz angekommen, dort lagen dort schon die Prima4 und die Leeloo. Am Abend trafen wir uns noch auf einen Dämmerschluck. Wir verbrachten die nächsten Tage miteinander, wechselten den Ankerplatz Richtung Osten, da es hier besser war zum Ein- und Ausklarieren. Am Sonntag unternahmen wir einen Landgang und spazierten zur anderen Seite der Insel. Dort standen riesige Hotelanlagen vor einem tollen Strand. Der Strand „Grace Bay“ gehört zu den wohl schönsten Stränden der Welt.Die anderen beiden Tage verbrachten wir an Bord mit Bootsarbeiten, Wassersport usw., uns wird nicht langweilig. Leider es etwas unruhig, die Welle war ein bisschen zu mächtig, um große Ausflüge mit dem Dinghy zu unternehmen.

Die Insel „Providenciales“ hinterlässt bei uns einen etwas zwiegespaltenen Eindruck. Es gibt viele 5 Sterne Urlaubsresorts, wenig Einheimische, einfach eine richtige Urlaubsinsel mit super Tauchspots. Leider war alles etwas sehr teuer, für uns. Aber nichtsdestotrotz, glaub ich, sind die Turks- and Caicosinseln sehr eindrucksvoll, wir haben ja nur einen kleinen Ausschnitt gesehen und das Wasser ist allemal der Wahnsinn. Die letzte Nacht verbrachten wir in „Malcolm´s Road Beach“, gute Abfahrtsmöglichkeit Richtung Mayaguana, Bahamas. Hinter uns an Land ein wunderschönes Luxusresort, die Nacht über 3000€. Die Gäste durften an diesen Abend den Sonnenuntergang mit Blick auf unsere Segelboote genießen, unbezahlbar.

#043 – BVI’s (Britische Jungferninseln)

#043 – BVI’s (Britische Jungferninseln)

Wir hatten eine schöne Überfahrt zur Insel „Virgin Gorda“, die dicke Jungfrau. Es war die ganze Nacht gut Wind, wir kamen gut voran, so dass wir planmäßig gegen Mittag vor „Spanish Town“ auf „Virgin Gorda“, den Anker schmissen.

Da die Nacht gut war, wir abwechselnd schlafen konnten, gingen wir gleich zum Einklarieren. Das Städtchen wirkt sehr verschlafen, mit einer riesigen Marina, aber auch die war halb leer. Das Einklarieren ging relativ schnell, schnell waren wir 108 Dollar los und die Gewissheit, dass wir bis 16.April bleiben durften. Da nicht viel los war in „Spanish Town“ und es sehr warm war, gingen wir gleich wieder ans Boot. Dort war es sehr schaukelig, kein guter Ankerplatz für die Nacht. Da es erst Mittag war beschlossen wir ein paar Meilen weiterzuziehen Richtung zur Bucht „The Bath“, die bekannte Bucht mit den Felsformationen.

Dort trafen wir die „Nana“ und die „Prima 4“ und die „Woodpeaker“. Ein Einhandsegler aus Graz, den wir seit Barbados nicht mehr gesehen haben, voll cool. Es ist so schön „alte Bekannte“, Boote wieder zu treffen. Die Bucht war super, der Untergrund Sand, der Ausblick super, perfekt, so kann es weiter gehen in den BVIs. Wir blieben 2 Nächte besuchten „The Baths“, wanderten durch die Steine (FYI: auch Heidi Klum war schon zum Fotoshooting dort).

Weiter ging es nach „Bitter End“, im Westen von „Virgin Gorda“. Und das war der absolute Hammer bis jetzt! Das Wasser türkis, türkis, türkis, glasklar und wir mittendrin, Wahnsinn. Wir konnten uns gar nicht sattsehen.

Eine coole Happy Hour Bar gab es auch gleich in der Nähe „Saba Rocks“. Weil es so schön war, blieben wir gleich 3 Nächte. Wir packten endlich mal unser Tauchzeug aus und gingen ne Runde am Riff tauchen, schnorcheln und genossen die Zeit und trafen natürlich wieder viele Leute.

Wir trafen uns mit der Crew von „TheVoice“. Ich lernte Evelyn kurz vor dem Auslaufen in Guateloupe kennen, wir tauschten schnell Nummern und waren von da an per What´s App in Kontakt. Sie waren etwas schneller als wir und blieben extra noch ne Nacht in „Bitter End“, voll schön. Dann lernten wir auch endlich mal die Crew von der „LeeLoo“ kennen, eine Familiencrew aus München, fast, eigentlich Franken aus Würzburg und da die Wurzeln verbinden, verstanden wir uns auf Anhieb.

Es ist echt irre wieviel Leute man trifft, wir die Langzeitsegler sich auch suchen und was für tolle Menschen man kennenlernt. Am Anfang unserer Reise haben wir auf Sardinien Eva und Frank kennengelernt und Eva hat zu mir gesagt, auch ein Grund warum sie auf dem Boot lebt, man lernt soo viele unterschiedlich Menschen kennen. Damals dachte ich mir noch, wegen dem brauch ich doch nicht auf´s Boot, die lerne ich doch, wenn ich will auch daheim kennen. Ich muss so oft an Eva denken, denn ja sie hatte recht und es ist so schön und ich denke und hoffe wir haben auch ein paar neue Freunde kennengelernt, mit denen wir auch nach dem sich unsere Wege trennen noch Kontakt haben werden. Man soll ja gehen, wenn es am schönsten ist und so beschlossen wir weiter zu segeln zu „Peter Island“ in die Bucht „Little Harbour“. Wir konnten die 13sm segeln, schöner Wind von hinten, super. In der Bucht angekommen, war noch Platz und zum Glück die Prima 4 noch da. Michi half uns die Heckleine festzumachen, denn in dieser Bucht macht man sich am Heck mit einer Landleine fest und es war einfacher zu Dritt, vorne Anker schmeißen, hinten Landleine, Boot steuern.

Auch diese Bucht wieder super, ganz anders als vorher, fast wie am See. Kein türkises Wasser dafür viel grün, fast wie an einem See. Bewohner der Bucht, Schildkröten, Rochen, Ziegen und viele Vögel. Wir machten eine tolle Wanderung am Kamm der Insel entlang mit super Ausblick. Endlich mal wieder gscheit laufen!!!

Und auch hier trafen wir wieder „alte Bekannte“, am zweiten Abend kam eine Gruppe von Neuseeländischen Kats in die Bucht und wir kannten sie, irre. Mit einigen sind wir im Mittelmeer von Bucht zu Bucht gereist, Sardinien, Menorca, Mallorca, Ibiza, La Linea. Es war so unglaublich sie jetzt wieder zu treffen. Wir blieben vier Nächte, weil die Stimmung so super war. Wir ließen sogar die „Full Moon Party“ in der „Trellis Bay“ sausen. Es wurde der erste Geburtstag vom jüngsten Crewmitglied der „Aurora“ am Strand mit Barbecue gefeiert usw..

Am 26ten hieß es aber Leinen los, der Wind drehte und die Bucht war nicht mehr so gut und außerdem wir wollten ja weiter und die „Renegade“ hat es endlich auf die BVIs geschafft, Freude. So machten wir einen kurzen Schlag in die Bucht gegenüber nach „Tortola“ neben der Hauptstadt „Road Town“. Eine gute kleine Bucht, sicher vom Westwind, aber anscheinend noch nicht entdeckt von der Masse. Wir lagen mit der „Renegade“ und noch einem Boot fast allein also ruhig vor Anker. Wir verbrachten 2 Nächte in dieser Bucht, fuhren nach Road Town und hatten wieder mal ne super tolle Zeit mit unseren Freunden Evi und Peter, feierten unseren kleinen Großneffen Theo ordnungsgemäß.

Es immer wieder so schön mit den beiden, so lehrreich, informativ, gemütlich, lustig und ….., hoffentlich kreuzen sich unsere Wege wieder auf unserer Reise, denn jetzt hieß es erstmal Abschied nehmen.

Wir ziehen weiter Richtung „Turks- and Caicosinseln“ und die „Renegade“ bleibt noch auf den BVIs, sie warten noch auf eine Lieferung. Am 28ten war unser Ziel „Sopers Hole“, ein süßer, kleiner Hafen mit vielen Bojen und bunten Häusern mit Bars und Restaurants, es herrschte reges Treiben.

Wir fanden zum Glück ne freie Boje, an der wir uns festmachten und einen schönen Abend und ne gute Nacht verbrachten. Am nächsten Tag war der Wind gut, damit wir in „Great Harbour“ auf „Jost van Dyke“ gut ankern konnten, gesagt-getan. Wir fanden einen guten Ankerplatz in vorderste Reihe und lagen 3 Nächte super.

Die Bucht war wunderschön, mir gefiel es super. Endlich viele, viele Pelikane, ich hab so lange auf sie gewartet. Es gab auch viele andere Tiere wieder mal im Wasser, große und kleine Fische, Schildkröten, springende Rochen und an Land wieder Ziegen und viele Vögel. Es war Treffpunkt für die „Leeloo“, die „Prima4“ und „Nana“, wir hatten schöne, lustige Abende und ne gute Zeit. Trafen uns am Strand nebenan „White Bay“ zum Painkiller testen, den Originalen und natürlich zum Vergleich auch den von anderen Bars, es wurde ein unterhaltsamer Strandabend.

Die ersten Boote verließen die BVIs schon am Ostersonntag, wir entschieden uns am Montag um 7.00 zu starten, um die ca.400sm bis zu den „Turks- and Caicosinseln“ in Angriff zu nehmen. Es hat geklappt!

Abschließend zu den BVIs, die zwei Wochen waren wunderschön, absolut einen Segelbesuch wert. Das schöne war, dass die Ankerplätze nah beieinander sind, man sieht oft das Ziel schon von Weitem. Es gibt für jeden Wind ne sichere Bucht in annehmbarer Entfernung. Es sind unterschiedliche Ankerbuchten, von traumhaften türkisblauen Wasser, grüne Buchten, netten Stranddörfchen, tolle Strandbars, gute „Happy Hour“ Bars, freundliche, hilfsbereite Menschen usw.. Für uns wird es eine unvergessliche Zeit bleiben, an die wir uns schon jetzt gerne erinnern.

Es war erschreckend für uns wie viele Trümmer, kaputte Häuser, Bootsrümpfe, halb versunkene Boote, wie viel Schaden man noch vom Hurrikan Irma 2017 sehen konnte. Es hat sich von Antigua, Barbuda, St. Martin/Sint Marteen bis zu den BVIs gezogen.

#042 – Auf nach Marigot

#042 – Auf nach Marigot

In der Früh, noch im Dunkeln, um 4.00 Uhr holten wir den Anker hoch. Wir hatten ne schöne Überfahrt mit gutem Wind von hinten, so dass es vorwärts ging. Wir beschlossen aber trotzdem „St. Barths“ anzusteuern, um dort noch einen kleinen Zwischenstopp zu machen und eine Nacht zu verbringen. Wir übernachteten in einer Bucht neben der Hauptstadt Gustavia an einer Boje, es war eine gute Entscheidung. Wir kamen ohne Stress am Spätnachmittag an und konnten noch schnorcheln gehen. Ich habe noch nie so viel Schildkröten auf einmal gesehen! Wir schauten rechts, da saßen 2 am Grund und ließen sich das Gras schmecken. Blick nach links, da saß wieder eine und so ging es weiter, zwischendrin ein paar Fische und Rochen, einfach toll. Nach einem guten Abendessen und einem schönen Sonnenuntergang, beeindruckende Farbspiele, fielen wir bald in Koje.

Am nächsten Tag ging es weiter nach „Marigot“ auf St. Martin, auch dies wieder eine super Überfahrt. Kurz vor „Marigot“ trafen wir wieder auf die Renegade und wir ankerten nebeneinander in der Bucht.

Wir verbrachten die folgenden 10 Tage auf St. Martin miteinander, machten Ausflüge, kochten zusammen und saßen Abend gerne beieinander. Die Insel besteht aus 2 Teilen den französischen „St. Martin“ und den niederländischen „Sint Marteen“. „St. Martin“ gehört zu Frankreich und es wird in Euro gezahlt. „Sint Marteen“ war mal niederländisch, jetzt aber unabhängig, es wird in Gulden oder Dollar bezahlt und ist zollfrei, somit gut für uns zum Shoppen.

Am Samstag besuchten wir Philipsbourg mit dem Bus, dort kann man gut elektronische Sachen kaufen und ist der Kreuzfahrtanlegehafen von Sint Marteen.

Am Sonntag wechselten wir unsere Ankerposition und gingen in die Lagune. Unsere erste Durchfahrt durch eine Brücke. Pünktlich um 8.30 Uhr öffnete sich die Brücke, erst dürfen alle Schiffe aus der Lagune raus und dann kann man rein. Es war echt spannend, aber kein Problem. Wir fuhren erstmal an die Tankstelle, um Diesel und Wasser aufzutanken. Es lief laut super „Arschwackel“ Musik, die Tankwarte warteten tanzend und singend auf Kundschaft, alle mit nen Lachen auf den Lippen und supernett, Karibik. Alles gefühlt, Anker runter, Umgebung erkunden.

Hauptverkehrsmittel in der Lagune, das Dinghy. Leider wurde uns wieder mal bewusst, dass unseres einfach zu klein war. Wir kamen nicht ins Gleiten und somit waren wir ewig unterwegs. Um endlich richtig mobil zu sein beschlossen wir doch in ein neues Dinghy zu investieren, sie waren hier preislich o.k.. Wir merkten bald, dass es die richtige Entscheidung war, jetzt ging es endlich vorwärts. An den folgenden Tagen waren wir mit einkaufen beschäftigt. Ziel war es das Boot voll zu machen, denn hier waren die Preise noch erschwinglich, in den BVI`S und Bahamas wird es teuer werden, vor allem Bier, Wein u.ä.. Am Dienstag war Haupteinkaufstag, da hatten wir ein Auto. Am Abend fuhren wir ins Nachbardorf „Grande-Case“, da ist Dienstag Street Festival mit Essen, Musik und Grims-Grams-Ständen. Wir spazierten durch die Straße und hatten lecker Barbecue-Rippchen und eine super Tanzeinlage, ein schöner Abend.

Die folgenden Tage verbrachten wir noch mit Ersatzteilen und Lebensmittel besorgen. Am 16.März um 17.00 Uhr fuhren wir aus der Lagune, Brückenöffnungszeit, und setzten die Segel Richtung BVI´S. Wir planten eine Nachtfahrt, da es 85sm bis dahin waren.

Ah, fast vergessen, als wir am Sonntagabend in netter Runde zusammensaßen, es war schon dunkel, erschien auf einmal am Himmel ein helles Licht. Erst vermuteten wir, dass es Scheinwerfer seien könnten, aber das Licht kam von oben. Flugzeug fiel auch weg, das war nicht so hell. Es war echt spuky. Wie wir später erfahren haben, war es ein Raketenstart aus Florida. Es wurden wohl wieder ein paar Starlink-Satelliten ins All geschickt. Beeindruckend.

#041 – Antigua und Barbuda

#041 – Antigua und Barbuda

Zeitig nach dem Frühstück um acht ging es los Richtung Antigua. Es war eigentlich guter Wind vorhergesagt, doch es kam anders. Der Wind war sehr unbeständig, sehr böig, die Richtung passte auch nicht ganz und zu guter Letzt kam ein Squall nach dem anderen. Wir mussten dazu motoren, aber wir kamen in „Falmouth Harbour“ auf Antigua an. „Falmouth Harbour“ heißt die Bucht neben dem berühmten „Englisch Harbour“. Wir suchten uns einen guten Ankerplatz in fast erster Reihe. Auch hier trafen wir alte Bekannte wieder, diesmal war es die „Maltese Falcon“. Das ist das sechst größte Segelschiff und wir sahen sie immer wieder seit unserem Start in Livorno. Markus klarierte in „English Harbour“ im „Nelson`s Dockyard“ ein, wir hatten Glück es war kurz vor 16.00 Uhr und es klappte noch. Den Rest des Abends genossen wir den Blick von Bord und unser Boot. Am nächsten Tag hieß es Landgang, juhu. Wir besuchten das geschichtsträchtig „Nelson`s Dockyard“, kurz gesagt eine alte Kaserne im englischen Stil von Lord Nelson. Es war echt ne tolle Atmosphäre und auch sehr interessant. Wir wanderten auf nen Aussichtpunkt am Eingang der Bucht. Es ist sehr beeindruckend, was die Natur da geformt hat. Im Hafen wieder angekommen hatten wir ein interessantes Gespräch mit einer holländischen Ruderin. Sie ruderte in 68 Tagen über den Atlantik, Wahnsinn. Eine super Frau, wir hatten ein cooles Gespräch. Wir erkundeten noch ein bisschen die Umgebung, bevor wir wieder zurück auf`s Boot gingen.

Am 21.Feb kam abends die Renegade in der Bucht an, nach dem Einklarieren genehmigten wir uns ein „Ankommbier“.

Am nächsten Tag, 22.Feb, hatte Evi Geburtstag und wir planten einen Ausflug zusammen. Nach einer Besprechung mit Vormittagsgeburtstagssekt war klar, wir trafen uns um 17.00 Uhr und wandern zum Aussichtspunkt „Shirley Heights“. Es war eine lustige, anstrengende und abwechslungsreiche Wanderung mit tollen Ausblicken. Ein Stück konnten wir per Anhalter mit auf den Berg fahren, zum Glück, denn es war sehr warm. Wir ließen den Tag mit Reegae Musik und grandiosen Ausblick am „Shirley Heights“ ausklingen. Wir hatten einige lustige Begegnungen mit einer holländischen Familie und „Sexy“, der an die Touristen geflochtene Hütte, Blumen und Tiere verkaufte. Etwas beschwipst genehmigten wir uns ein Taxi um wieder nach „Faltmouth Harbour“ zu gelangen. Wir hatten nen lustigen Abend!!!

Am nächsten Tag standen Bootsarbeiten auf den Plan, genauer gesagt Motorwartung und Ölwechsel. Schnell wurde klar, dass neu Keilriemen hermussten und so fuhren wir mit den Bus nach „St. John`s“, der Inselhauptstadt. Die Keilriemen waren schnell gefunden und so konnten wir noch ein bisschen Sightseeing machen. Antigua war sehr gegensätzlich, auf der einen Seite die farbige Bevölkerung, die in Hütten lebt und nicht sehr reich ist und dann die „Weißen“ Einwanderer, die in großen Häusern lebt und große Autos fährt, im Bus saßen nur farbige und wir. Und dann noch die Kreuzfahrttouristen, für die alles inszeniert wird. Es war ein sehr interessanter Aufenthalt.

Gegen Abend fuhren wir wieder zurück zum Boot, die Busse waren sehr voll, Feierabend. Leider passten die Keilriemen nicht, aber Markus hatte mit dem Mann im Geschäft schon vereinbart, dass er nochmal kommen kann und sie umtauschen kann, super Kundenbetreuung. Er fuhr also Samstagmorgen nach „St. John`s“, um neue Keilriemen zu besorgen und zum Glück diesmal passten sie. Da nun alles kontrolliert und ausgetauscht war, wir die Umgebung genug erkundete hatten zog es uns weiter. Wir ankerten zusammen mit der Renegade bei „Green Island“, hinter einem Riff. Es war ein paradiesischer Spot, erstmal für uns so richtig Karibikfeeling. Wir blieben gleich 3 Nächte, weil es so toll war. Es hätte auf Antigua noch so viel zu erkunden gegeben, eine wunderschöne Insel, vielleicht kommen wir nächstes Jahr nochmal vorbei.

Für uns ging es weiter nach „Barbuda“, nicht weniger paradiesisch. In der „Coco Point“ Bucht viel der Anker und irre, das türkise Wasser und der lange, menschenleere, weiße Strand.

Es war so schön!!!! Es lagen auch einige bekannte Boote dort, so hat man sich gleich wohl gefühlt. Wir verbrachten die Zeit mit Strandspaziergängen, schnorcheln usw..

Peter und Evi tauchten mit uns Conch-Muscheln und zeigten uns wie wir das Fleisch aus der Muschel bekamen und wie diese zubereitet wurde. Lecker!

Wir sahen Lobster, nen Ammenhai, Rochen und vieles mehr beim Schnorcheln und viele Fregatten-Vögel fliegen. Die Tage auf Barbuda genossen wir sehr, zum ersten Mal so richtiges Langzeitseglerfeeling. Wir hatten einige Gespräche mit Einheimischen, die mit den Folgen des Hurrikans „Irma“ 2017 noch zu kämpfen hatten, die Spuren waren noch deutlich zu sehen. Sie wollen ihre Insel schützen, auch vor Investoren aus dem Ausland, die Land günstig erwarben (die schönsten Flecken) und Hotelanlagen zu nah am Strand und Meer bauten. Es war kein Fundament vorhanden, der Sand wir von Wind und Welle abgetragen, die Gebäude waren somit nicht sicher und es war schon beim Bau klar, dass in kurzer Zeit nur noch Ruinen am Strand übrigblieben. Schade für die schöne, fast unberührte Insel. Ich könnte noch viel erzählen, aber Bilder sagen mehr als Worte. Auch die schönste Ankerbucht hat ihre Zeit und wir wollen ja weiter, Richtung Bahamas, so hieß als der Wind günstig war auf nach „St. Martin“.

#040 – Guadeloupe

#040 – Guadeloupe

Unser Ziel „Terre-de-Haute“ haben wir am Nachmittag planmäßig erreicht. Leider konnten wir nicht viel segeln, da der Wind nicht so gut war, zu wenig oder falsche Richtung. Wir suchten uns einen schönen Ankerplatz, es war für die Nacht etwas unbeständiges Wetter angesagt, und einen wirklich super Ankerplatz gab es eigentlich nicht. Die „Terre-de-Haute“ liegt in einer kleinen Inselgruppe vor Guadeloupe, sehr schön gelegen und super zum Schnorcheln. Wir ankerten in Sand und haben uns zum ersten Mal mit Landleine festgemacht. Das Coole war, dass wir direkt vom Boot aus ab zum Schnorcheln ins Aquarium konnten, hinter unserem Boot begann gleich eine tolle Unterwasserwelt. Leider zogen immer mehr Wolken auf und der Wind und die Welle nahm auch zu und es begann wieder zu schaukeln. Wir dachten eigentlich wir hatten einen guten Platz, aber so gegen17.00 Uhr verschwanden unsere Nachbarn, einer nach dem anderen und da wurden auch wir unsicher und ankerten um. Gut???? Es wurde eine sehr unruhige Nacht, so gegen 20.00 Uhr wurde die Welle immer schlimmer und der Wind nahm auch zu, es Stand ca. 2m Welle in die Bucht und blies 35kt Wind. Es war der Wahnsinn, wie die Boote um uns rum, wir bestimmt auch, in der Welle hin und her geschmissen wurden. Gegen 1.00 Uhr wurde es besser, der Wind und die Welle nahmen ab, juhu Anker gehalten. Am nächsten Tag beschlossen wir direkt nach „Ponte-a-Pitre“ zu gehen, vielleicht haben wir Glück und bekommen doch noch nen Platz im Hafen. Es war ein schöner Segelvormittag, als wie, wenn nichts gewesen wäre. Und ja, wir hatten Glück und konnten im Hafen einlaufen. Es war eine große Freude nach der letzten Nacht und wir schliefen diese Nacht, glaub ich, 11 Std durch. Am Samstag regnete es den ganzen Tag, wir nutzen den Tag mal das Boot aufzuräumen, das hatten wir seit Las Palmas nicht mehr richtig gemacht. Am Sonntag war großer Karnevalsumzug in der Stadt. Es war viel los, wir waren mit den Leuten von der „Nana“und der „PriMa 4“. Es war sehr interessant das mal mitzuerleben, eine Mischung aus Karneval wie man es in Brasilien kennt mit Tanzgruppen und etwas afrikanisch angehaucht mit wilden Affen- und Clownmasken.

Am Abend waren wir auf der „Petzi“ eingeladen, die beiden lernten wir in Las Palmas kennen, sind französisch sprechende Schweizer, er nur französisch, sie spricht etwas Deutsch und Englisch. Die beiden sind solche lebenslustige und relaxte Typen, dass es einfach Spaß macht mit ihnen zusammen zu sein, auch oder gerade deswegen, wenn die Unterhaltung mit Hand und Fuß stattfindet. Auch haben wir Silke und Knud von der „Samanta“ wiedergetroffen, mit den beiden sind wir über den Atlantik. Auch Thomas von der „Juste“ haben im Hafen getroffen, er lag neben uns in der oben beschriebenen Sturmnacht, hier im Hafen haben wir dann ein Bier zusammen getrunken. Man trifft so viele Leute unterwegs und erfährt so viele verschieden Lebensgeschichten, das ist wirklich irre. Am Dienstagsnachmittag gingen wir nochmal los zum Karneval in die Innenstadt, es waren viele Leute am Straßenrand. Wir dachten es gibt wieder einen Umzug, aber stattdessen liefen immer wieder Gruppen durch die Stadt aus allen Richtungen, verwirrend.

Nachdem wir unser Boot wieder auf Vordermann gebracht haben, alle Wäsche gewaschen, geputzt usw., also fast alle Arbeiten erledigt hatten, haben wir uns ein Auto gemietet, um die Insel zu erkunden. Wir fuhren Richtung „Sainte Anne“ mit dem großartigen Strand, endlich Karibikstrand. Wir entschieden uns aber erst nach „Saint Francios“ zu fahren und auf dem Rückweg an den Strand zu gehen. Am Kap angekommen waren wir beeindruckt von der schönen Landschaft und den eindrucksvollen Blick. Wir machten eine kleine Wanderung zum „Gipfelkreuz“, puh es war ganz schön warm. Nach nem Erfrischungsgetränk ging es weiter, wir wollten ja den schönen Strand sehen. In „Sainte Anne“ spazierten wir ein bisschen am Strand und suchten uns dann eine Kneipe zum Mittagessen.

Auf dem Rückweg fuhren wir nicht die direkte Strecke, sondern suchten uns eine Strecke durchs Hinterland. Guadeloupe wirklich schön, der Stil der Häuser hat mir sehr gefallen alle mit Veranda, es ist wieder sehr grün und überall standen Kühe rum und liefen die Hähne und Hennen rum, super sauber alles und nicht so viele Plantagen wie in Martinique. Ich fand es fast schöner als in Martinique. Wir sind am Abend noch einkaufen gegangen, unsere Vorräte wieder auffüllen, wer weiß wann es wieder was gibt, und mit dem Auto ist es einfach einfacher, das mussten wir erst am nächsten Tag abgeben. Am Abend beschlossen wir, zum Glück hat es geklappt, noch eine Nacht im Hafen dranzuhängen und erst am Samstag weiterzuziehen. So konnten wir in aller Ruhe das Schiff und uns für die Weiterreise klarmachen. Es ist unglaublich, wie schön es ist Wasser und Strom ohne Ende zu haben, ohne nachzudenken was man verbraucht. Es ist nicht schlimm unterwegs bei allem etwas zu sparen, aber wenn dann alles am Steg aus der Leitung kommt, ist es doch super. Am Samstagmittag, fast ein bisschen spät, ging es los weiter Richtung Norden. Wir schafften es bis 16.30 Uhr nach „Base Terre“ zum Ankerpatz, er war nicht super, aber für eine Nacht o.k., etwas rollig, wie so oft, aber ein gigantischer Sonnenuntergang. Am Sonntag ging es dann zeitig los nach „Deshaies“, wir kamen am frühen Nachmittag an und machten an einer Boje fest.

Ich war total begeistert von dieser Bucht, wie im Prospekt und endlich konnte ich die Pelikane beobachten und zur Begrüßung kam uns gleich ne Schildkröte entgegengeschwommen. Wir machten unser Dinghy klar und sahen uns das Örtchen ein bisschen an, war nicht viel los, war ja Sonntag. Am Abend hatten wir wieder einen schönen Sonnenuntergang, wir genossen die Umgebung sehr. Der Montag war ein super Tag, strahlend blauer Himmel, gemütliches Frühstück, ein bisschen Sport auf dem Vordeck, Markus ging ausklarieren und zahlen, ich räumte das Boot auf und dann machten wir nen Ausflug in den Botanical Garten. Dieser war sehr gepflegt, viel Pflanzen und einige Tiere, einfach schön zum Relaxen. Wir hatten ein super Mittagessen mit schöner Aussicht, perfekt.

Am frühen Nachmittag ging es zum Boot zurück, ein bisschen chillen und alles für die Überfahrt morgen nach Antigua vorbereiten. Ein perfekter Tag!

#039 – Domenica

#039 – Domenica

Um 5.30 Uhr hieß es Boje los, auf nach Domenica. Am Anfang war wenig Wind und wir mussten Motoren, aber als wir aus der Inselabdeckung raus waren und die Sonne langsam aufging, kam auch der Wind. Wir hatten ne schöne Überfahrt mit gutem Wind von hinten, leider etwas doofe Welle, aber o.k… Riesenerlebnis, wir kreuzten einen Waal! Er ging vor unseren Boot vorbei und schwamm ne Zeitlang neben uns her, wir vermuten es war ein Buckelwaal. Er war auf jeden Fall ganz schön groß! Sehr eindrucksvoll, das wird uns in Erinnerung bleiben, leider wie so oft, vor lauter Faszination – Foto vergessen.

Wir entschieden uns in der Hauptstadt Domenicas in “Roseau“ einen Stopp einzulegen und von dort einen Ausflug über die Insel zu unternehmen. Leider wurde die Welle immer stärker, schon beim Anlegen an der Boje hat sie es uns nicht einfach gemacht. Es kam zwar ein Bootboy zur Hilfe, aber der war auch überfordert. Das Ganze lief auch nicht ohne Blessuren ab. Ich fiel beim zumachen des Großsegels ins Boot und habe einige blaue Flecken davongetragen, zum Glück nicht mehr. Hans und Barbara von der „Dream“ holten uns mit ihren Dinghy zum Einklarieren ab. Wir entschieden uns die 2 km zu Fuß in die Stadt zu laufen, so konnten wir gleich die Umgebung etwas erkunden und ein bisschen ins Leben von Domenica reinschmecken. Der Weg war sehr interessant, es gibt viele „arme“ Menschen hier und es roch aus allen Ecken nach Cannabis. Das Einklarieren ging dank „Sailclear“ super schnell und einfach und kostete nur 3€ und wir konnten auch gleich ausklarieren, man darf dann 14 Tage im Land bleiben, perfekt. Wir streiften noch etwas durch Roseau, genehmigten uns noch nen Drink, und machten uns vor Einbruch der Dunkelheit auf Richtung Boot, zum Glück. Die Welle hat leider zugenommen, als wir am Dinghy-Steg ankamen, sah es alles andere als lustig aus. Die Bootboys saßen auch schon voller Sorge am Steg und sahen auf`s Meer. Ein Paar aus Dänemark besorgte sich ein Zimmer, es wollte gar nicht mehr auf`s Boot bei dem Geschaukele. Wir entschieden uns aber auf`s Boot zu gehen, können ja unsere Okeanos nicht alleine lassen und falls die Boje nicht halten würde, muss man ja reagieren. Wir bezahlten auch gleich die Boje, so dass wir am nächsten Tag, falls es nicht besser wurde, gleich weiterkonnten, denn bei dieser Welle an Land gehen wurde schwierig. Das Einsteigen ins Dinghy war das schwierigste an diesem Abend und leider hat sich Markus auch am Arm etwas verletzt, zum Glück nur ne Schürfwunde.

Der Abend und die Nacht am Boot waren o.k. und am nächsten Morgen beschlossen wir weiterzuziehen Richtung Norden in die „Prince Rupert Bay“, dort lagen Bekannte, mit denen wir Kontakt aufnahmen und es sollte dort wohl besser sein.

Dort angekommen fanden wir nen netten Ankerplatz und begrüßten auch gleich Nina und Alex von der „Nana“. Noch am gleichen Abend buchten wir zusammen mit den Crews der „Nana“, „PriMa 4“ und der „Dream“ einen Inselausflug für den nächsten Tag.

Früh morgens um 8.30 Uhr ging es los, wir wurden mit dem Boot abgeholt, an Land gefahren, in einen Kleinbus verfrachtet und auf ging es über die Insel.

Erster Stopp der „Champagner Reef“, weiter zum Wasserfall durch ne Schlucht, dann zu den „Trafalgar Waterfall“, weiter zu „Hot Springs“ und zum Schluss noch lecker Fisch essen. Es war schon dunkel, als wir zum Boot kamen, es war ein schöner, erlebnisreicher Tag.

Auch Domenica ist ne Reise wert, sehr ursprünglich und sehr grün. Man könnte bestimmt ne Woche dort verweilen, aber uns zog es weiter. Leider war für den nächsten Tag vorhergesagt, dass der Wind drehen soll und der Schwell doof in die Bucht reinstehen sollte, wir mussten auf jeden Fall umankern. Da wir zum Fasching in Guadeloupe sein wollten und noch keine Hafenplatz Reservierung hatten, beschlossen wir die „Indian River“ Tour am nächsten Tag zu canceln und gleich Richtung Guadeloupe loszusegeln, Ziel „Terre-de-Haute“.

#038 – Martinique

#038 – Martinique

Le Marin hat die größte Marina in der Karibik. Schon im Ankerfeld von St. Anne davor lagen wahnsinnig viele Boote und in der Bucht, puh unzählig viele mehr und doch findet man einen Platz. Wir gingen am Samstag sehr früh ins Bett und schliefen glaub ich 12 Std durch. Frisch, ausgeschlafen und nach einem guten Frühstück schauten wir uns eine Regatta mit Traditionsbooten an, super interessant die Boote. Evi und Peter haben uns mitgenommen und dort lernten wir auch einige Deutsche Segler kennen, die schon länger mit ihren Booten auf Martinique lagen, ein schöner Sonntag.

Am Montag kam leider die Polizei und sagte wir müssen in den nächsten Tagen unseren Ankerplatz verlassen, da hier eigentlich nicht geankert werden darf, es war nur wegen der Regatta eine Ausnahme. Markus stellte sich etwas doof, sagte wir warten auf Ersatzteile, die in 3-4 Tagen kommen und da durften wir auf einmal auch länger liegenbleiben. Hauptsache wir sind nächste Woche, wenn sie wieder ihre Kontrollfahrt machen, weg. Willkommen in der Karibik. Kurz zu Martinique noch, Martinique ist französisch also EU, Zahlmittel Euro. Der Grund, warum wir direkt nach Martinique gesegelt sind, war, dass man hier einigermaßen bezahlbare Lebensmittel bekommt und vor allem alles, was man so möchte.

Martinique ist aber auch eine wunderschöne Insel, sehr grün, sicher und gut zu erkunden, schöne Strände und nette Leute, also auf jeden Fall ne Reise wert. Wir sind nachdem uns das mit der Polizei doch nicht geheuer war am Donnerstag an eine Boje gewechselt und lagen somit gut und sicher. Am Freitag und Samstag hatten wir ein Auto und haben die Insel erkundet. Wir machten einen Mittagsstopp in „Annes d`Arltes“, dort wollen wir mit dem Boot noch hin und ne Nacht ankern und schnorcheln, schauten uns eine Rumdestillerie an und fuhren einfach so über die Insel. Gegen Abend gingen wir noch einkaufen und luden unser Boot wieder ordentlich voll. Es waren schöne 2 Tage.

Wir haben hier im Hafen auch wieder viele nette Leute kennengelernt, Langzeitsegler, solche die auf dem Boot hier leben, welche die den Winter in Deutschland entfliehen, hier auf ihrem Boot und solche denen es geht wie uns. Wir mussten uns nämlich erstmal sortieren, und es kam die Frage auf „Was jetzt?“. Rauf, runter, nach rechts, nach links, Hurrikan Saison usw.. Wir hatten irgendwie immer nur den großen Atlantik auf dem Schirm, das war ein gesetztes Ziel.

Wie geht es weiter??????

Nach etwas überlegen, lesen, einigen Gesprächen usw. entschieden wir uns nicht nach Süden zu ziehen, sondern Richtung Norden, die Ostküste Amerikas, den Intracostal Waterway entlang.

Wir blieben insgesamt 2 Wochen in Le Marin und genossen das Städtchen und die Hafenatmosphäre, aber irgendwann war genug und es zog uns wieder raus auf die See. Wir gingen für 2 Nächte in Sainte Anne vor Anker. Es war sehr schön wieder mal vom Boot ins Wasser springen zu können und beim Anker schnorcheln kam mir doch gleich ne Schildkröte entgegen, cool. Am Freitag zeitig in der früh gingen wir an Land und machten ne tolle Wanderung an der Küste entlang zum “Strande Anse des Salines“. Es war echt toll, fast immer im Schatten, immer wieder tolle Strände. Sainte Anne ist ein nettes Dörfchen mit einer guten Atmosphäre, viele Segler.

Dort trafen wir auch die „Epiphany“, sie lagen den Winter über auch in der „Cala di Medici“, schön „alte“ Bekannte zu treffen. Am Samstagmorgen ging es weiter Richtung „Annes d`Arltes“. Wir verbrachten eine Nacht dort, es war kein guter Ankergrund, aber für eine Nacht o.k. und wir wollten ja nur eine bisschen schnorcheln. Das ging gut, wir sahen viele Fische und Seesterne, Ziel erfolgreich besucht.

Am Sonntag segelten wir an der Küste entlang weiter Richtung „Saint Pierre“. Es war guter Wind, wir kamen gut voran. In „Saint Pierre“ entschieden wir uns für eine Boje. Zum ersten Mal haben wir allein an der Boje festgemacht ohne Hilfe, und hat super geklappt. Saint Pierre ist ein nettes Städtchen, dass vor ca. 100 Jahren vom Vulkan platt gemacht wurde, man hat es im Kolonialstil wieder aufgebaut. Wenn wir länger dortgeblieben wären, hätten wir sicherlich einige Wanderungen gemacht, denn das ist hier super. Sehr grün im Norden von Martiniques, wirklich eine schöne Insel. Aber haben ja noch viel zu entdecken! Das ist immer eine schwierige Entscheidung länger bleiben und weniger Inseln oder schneller und viel.

#037 – Barbados

#037 – Barbados

Wir haben eine Woche in Barbados verbracht. Wir lagen 3 Nächte vor Port St. Charles, wo wir auch einklarierten, vor Anker. Es war ein sehr schönes Fleckchen Erde, türkis blaues Wasser, Strand, Palmen usw.. Wir konnten super am Nautic Club mit dem Dinghy anlegen und fühlte sich echt willkommen.

Der Ankerplatz war ruhig, nicht schaukelig oder so, nicht so viele Boote im Ankerfeld, einfach perfekt zum Ankommen. Wir erkundeten das Dorf und das Städtchen per Fuß, voll cool wir liefen am Strand zum Einkaufen. Einziges Manko an Barbados war, dass es echt teuer war/ist, die Lebensmittel (ein Pfund Paprika 6€) und auch in den Restaurants, zum Glück haben wir soviel Fisch gefangen.

Nach ein paar Tagen segelten wir nach Süden in die Hauptstadt Bridgetown. Dort haben wir den Anker in der „Carlisie Bay“ niedergelassen, super Sanduntergrund. Es war sehr schön dort, rings rum Strand. Es sollte Schildkröten geben rund ums Boot, leider war es nur eine, die einmal am Tag aufgetaucht ist und dann wieder verschwand. Es war sehr belebt dort, viele Urlauber, viele Kneipen usw.. Leider war es sehr unruhig, das Boot wackelte und rollte die ganze Zeit und das Anlanden mit dem Dinghy war auch nicht so einfach. Man fuhr an den Strand vor den Nautic Club (kein Steg), dort konnte man es zwar sicher festmachen, aber man musste erstmal über die Wellen an den Strand kommen bzw. wieder ins Meer kommen. Wir schafften es, mal mehr mal weniger gut, und schauten uns die Altstadt von Bridgetown an, die wohl UNESCO-Welterbe ist. Ja, sehr nett, Läden, Straßenmarkt, aber……, außerdem schlenderten wir die Strände rund um Bridgetown ab.

Der Ankerplatz hier war sehr belebt, wir trafen viele Boote aus Mindelo wieder, manche die vor uns losgefahren sind und manche die auch nach uns losgefahren sind. Wir haben auf jeden Fall festgestellt, dass wir ein gutes Wetterfenster erwischt haben und das wir eine gute Zeit gefahren sind. Besonders beeindruckt hat uns ein italienischer Einhandsegler, ihm ist am zweiten Tag der Atlantiküberquerung der Autopilot ausgefallen und er musste die restlichen 22 Tage selber steuern, Wahnsinn. Der war mal froh, als er in Barbados angekommen ist!

Da es in Bridgetown am Ankerplatz sehr unruhig war, haben wir beschlossen wieder in den Norden nach Port St. Charles zu segeln (3 Std) und dort noch ein paar Tage zu verbringen, bis es dann weiterging nach Martinique. Es waren noch schöne erholsame Tage, die wir mit Strandsparziergängen, Schnorcheln und chillen verbrachten. Hier trafen wir beim Ausklarieren die Crew der SY Trinity, die wir vom AIS und vom Funk her kannten. Sie überquerten zur gleichen Zeit wie wir den Atlantik, waren nur etwas schneller als wir.

Am 19.Jan.2024 holten wir den Anker am Nachmittag hoch und los ging es Richtung Martinique/Karibik. Es war eine sehr anstrengende Fahrt, waren zwar nur 100sm, aber überwiegend nachts und bei Scheißwelle. Ich war etwas leichtsinnig, war etwas berauscht von der Atlantiküberquerung, passte nicht mit dem Essen auf und nahm auch keine SeeSickTabletten, das bekamen wir bitter zu spüren. Ich kotze die ganze Nacht und Markus musste fast alles allein machen. Es reicht ja nicht, dass die Welle doof war, nein es kam auch ein Squal nach dem anderen mit richtig Regen. Wir waren echt froh als wir in Le Marin auf Martinique angekommen sind und uns Peter und Evi freudig begrüßten. Es war echt schön anzukommen und Freunde sind gleich da, wir ankerten neben ihnen und es gab gleich ein gemeinsamer Anleger.

#036 – We did it – Atlantiküberquerung

#036 – We did it – Atlantiküberquerung

Zuallererst, juhu wir haben es geschafft in 16 Tagen 3 Std und 16 Nächten den Atlantik zu überqueren (2063 Seemeilen). Am 12.01.2024 sind wir überglücklich auf Barbados angekommen.

Nun zum Anfang, am 27.12.2023 ging es gegen Mittag los. Morgens haben wir das Boot klar gemacht, noch einige Telefonate geführt, WhatsApps verschickt und unser letztes kapverdische Geld verprasst. Peter und Evi haben schon 2 oder 3 Std vor uns abgelegt und haben uns per Funk die Wellen und Wind News zukommen lassen, perfekt. Los ging es erstmal unter Motor, denn wir mussten unseren Autopilotkompass noch kalibrieren. Wir haben ihn an einen neuen Standort eingebaut. Nach kurzer Zeit hieß es Segel hoch und ab Richtung Westen. Es lief gut, mit uns sind noch ca. 8 andere Boote aus Mindelo ausgelaufen, die wir aber im Laufe der Zeit verloren haben. Wir hatten noch ein paar Tage Funkkontakt mit der „Samanta“. Die ganzen 16 Tage begleitet uns die „Renegade“ erst per Funk, dann per Mail und Nigel per Mail. Das war sehr hilfreich, da Peter und Nigel alte Meerhasen sind und uns mit ihrer Erfahrung, wenn wir sie gebraucht hätten, gut zur Seite gestanden wären, einfach beruhigend. Danke!!!! Auch war es eine gute Entscheidung Starlink zu benutzten, es hat gut funktioniert und wir hatten morgens und abends immer die neusten Wettervorhersagen.

Und wir konnten nach Hause per WhatsApp Kontakt halten und unsere Freunde und Bekannte mit Bildern und News versorgen und sie somit ein bisschen auf die Reise mitnehmen. Es hat alles gut geklappt, wir hatten beide keine größeren Ausfälle, außer dass ich halt am Anfang etwas seekrank war und mein Blutdruck nicht passte. Das Problem war aber relativ schnell gelöst, die Seasick-Tabletten habe ich wohl nicht so gut vertragen und der wirre Tages- und Nachtablauf haben mir wohl zugesetzt. Somit musste Markus die ersten 3 Tage etwas mehr übernehmen, ich konnte zwar meinen Schichtdienst machen, aber am besten ging es mir im Liegen. Markus bekam einen Quick-Kochkurs auf See und er hat es wieder mal super gemacht.

Auch unsere Okeanos hat super durchgehalten, es ist nichts gerissen oder Sonstiges, nur der Autopilot hat etwas gelitten und die AIS-Antenne hat manchmal Störungen, Bille Bale. Chantale ist halt einfach unverwüstlich, sie steuerte fast nonstop durch. Wir sind aber dazugesagt auch Material schonend gesegelt, haben nachts gerefft und sonst auch immer die Segel schnell den Windverhältnissen angepasst. Wir hatten, dank der alten Meerhasen, ein gutes Wetterfenster erwischt, hatten nur eine Nacht etwas wenig Wind, ansonsten immer mindestens 15kt und auch selten zu viel. Der 11 und 12 Tag waren etwas anstrengend, da kamen wir in eine Squallfront, das heißt immer wieder sind kurze Wind- und Regenwolken aufgetaucht, die sich dann auch entladen haben. Wir haben beschlossen die Segel zu bergen und den Motor anzuschalten, da oft Winddreher mit dabei sind. Dies mussten wir in diesen beiden Tagen des Öfteren tun, aber wir sind ja ein super Team. Es klappte immer besser, aufmerksam Radar und Himmel beobachten, Genua weg, Motor an, Folk weg, Regenklamotten an, ans Steuer, alle Luken zu und abwettern. Nach dem Squall, Segel rauf, Autopilot an, Regenklamotten aus, Luken auf und je nach Schicht wieder schlafen. Der heftigste Squall war an Tag 12 mittags mit 43kt in der Spitze, den wir gerade noch richtig eingeschätzt haben, wir hätten aber keine Minute später reagieren dürfen. Am vorletzten Tag/Nacht hatten wir nochmal so eine Squallfront. Diese Tage und Nächte waren echt anstrengend, mit wenig Schlaf und Dosen Essen.

Dafür hatten wir an Silvester und Neujahr 2 wunderschöne Segeltage und eine tolle, sternenreiche Silvesternacht. Überhaupt der Sternenhimmel war echt atemberaubend, dass es so viele Sterne gibt, irre. Und dann das Glitzerwasser, der Atlantik glitzert nachts. Wir haben auf unserer Reise Sternschnuppen, fliegende Fische, 3 Delphinschulen, einen Waal (4m neben uns), einen Tölpel (als Mitfahrer) und 10 Fische am Angelhaken (Gefriertruhe) gesehen.

Irgendwie, so rückblickend, ist die Zeit schnell vergangen, es war schön, aber auch echt anstrengend, vor allem nachts, der unterbrochene Schlaf und die Dunkelheit waren nicht so einfach. Das Boot war immer in Bewegung, unablässig rollte es hin und her und wackelte auf und ab, wir mussten die ganze Zeit ausgleichen, auch im Liegen und uns immer noch mal sichern, festhalten, festklemmen (Arsch raus), das war sehr kräftezerrend und dann das dauernde Klappern. Nach geraumer Zeit merkte auch ich, dass es keinen Sinn hat die Löcher mit Handtüchern, T-Shirts oder Pullis zu stopfen, denn kaum ist es in einem Schrank ruhig, fängt es im nächsten an.

Aber das Gefühl endlich Land zu sehen war überwältigend und das möchte ich nicht missen. Ich hätte gleichzeitig lachen und weinen können. Markus sagte „zum Glück habe ich Ohren, sonst würde ich rundum grinsen“.

Auch jetzt nach einem Tag vor Anker, vor Barbados, kann ich es immer fast noch nicht glauben, wir haben es geschafft. Wir zwei, mit unserem Boot über den Atlantik in die Karibik, unglaublich!!!!!!!!

Danke an alle, die uns unterstützt haben, mit uns mitgefiebert haben und an uns geglaubt haben!

#035 – Kap Verden

#035 – Kap Verden

Am Mittwoch angekommen, eine Nacht vor Anker kam am Donnerstag früh so gegen zehn kam Peter von der Renegade vorbei nahm Markus mit zum Einklarieren, somit waren wir offiziell auf den Kap Verden. Da wir jetzt außerhalb Europas sind, müssen wir uns ordnungsgemäß an- und abmelden. Sie gingen noch am Hafen vorbei, um sich über einen Liegeplatz zu informieren. Für uns war der Preis o.k. und so gingen wir in den Hafen. Es war ein netter Hafen, gute Atmosphäre. Es gab ne Bar, in der es Free Wifi, gab und so trafen sich dort alle irgendwie irgendwann. Es ist echt lustig, man trifft bestimmte Boote/Leute immer wieder. Leider ist Mindelo ein Naturhafen, d.h. einfach ein paar Stege, aber keinen Wellenbrecher, so ist er bei entsprechenden Schwell ganz schön unruhig.

Nachdem Markus im Hafenbüro alles erledigt und bezahlt hat, ging es los Stadt erkunden. Wir haben die verschiedensten Sachen von Mindelo gehört, afrikanisch, arm, viele Bettler, teuer, toll, gute Stimmung, muss man gesehen haben usw.. Wir empfanden es eher karibisch, es hielt sich im Rahmen mit den Bettlern, und es war echt sauber. Es gab Supermärkte mit eigentlich alles was man braucht und auch preislich einigermaßen o.k.. Obst und Gemüse gab es auch, halt nicht so wie in Marokko, aber es war was da. Am Freitag erkundeten wir ungewollt weiter Mindelo auf der Suche nach nem Nautik Geschäft. Wir waren etwas unkoordiniert und sind ein bisschen zu viel und in die falsche Richtung gelaufen, aber wir haben es dann doch noch gefunden, leider ohne Erfolg. Unser Kabel haben wir aber dennoch bekommen, Markus tauschte mit Peter, kurz gegen lang, so konnten wir am Samstag unser Steuergerät am neuen Platz montieren und die Kabel schön verlegen. Jeden Abend gingen wir noch ein bisschen in die Stadt, es war immer was los, von Livemusic, Trommlern, Tanzvorführungen, Capoeira usw.. Mindelo ist wohl bekannt dafür eine abwechslungsreiche Kunst- und Kulturszene zu haben und jetzt vor Weihnachten ist viel geboten und nicht für die Touristen, sondern für die Einheimischen. Am Sonntag haben wir beschlossen die Insel zu erkunden. Wir mieteten uns mit der Crew der Renegade ein Auto und machten die Insel unsicher. Sao Vicente ist nicht sehr groß und es gibt auch nicht so viele Straßen, daher war es einfach sich zurecht zu finden. Den ersten Stopp legten wir in „Baia das Gatas“ ein, laut Internet ein kleines Urlaubsdörfchen. Klein, ja, aber Urlaub, naja. Nichts los, kein Mensch sichtbar, aber ein schöner Strand und ne coole Bucht. Weiter ging es der Küste entlang nach „Calhau“. Es war eine wunderschöne Fahrt, beeindruckende Küstenabschnitte, nichts los. An einem Strand waren ein paar Einheimische zum Fischen und Baden und Norweger von einem Schulsegelschiff, die Müll sammelten, das war`s. Wir zweigten kurz nach „Calhau“ von der Straße ab auf eine Offroad zum „Praia de Sarangaca“. Auch wieder ein super Strand, zum Baden zu wild, aber ne coole Atmosphäre. Dort blieben wir ein bisschen, um etwas laufen und ein Kühlgetränk zu uns zunehmen. Weiter ging es auf den höchsten Berg Sao Vicentes den „Monte Verde“ 750m ü. M., abenteuerliche gepflasterte Straße, erinnerte uns an die alte St. Bernadino Straße. Leider war die Aussicht nicht ganz so gut, da wir Saharawind hatten und es war etwas diesig, aber trotzdem schön und kalt. Nun ging es zu unserem letzten Ziel, den „Turtle Beach“ nach „Sao Pedro“. Ein touristisches Highlight, dort kann man mit Schildkröten schwimmen. Leider nicht natürlich, die Schildkröten werden angefüttert für die Touristen. Man muss ein Boot mieten, das bringt einen ein kleines Stück weg vom Strand und dann kann man ins Wasser und die Schildkröten kommen, da sie den Motor hören und denken es gibt was zum Essen. Wir haben diesen „Spaß“ ausgelassen und waren nur am Beach, um etwas zu trinken und zu essen. Es war ne typische Strandkneipe, der Boden war voll mit Muscheln, hat echt super ausgeschaut. Da es ja hier schon um 19.00 Uhr dunkel wird, machten wir uns auf den Rückweg. Es war ein echt schöner Tag und wir bekamen einen kleinen Eindruck der Insel, sie ist sehr karg, wenig grün und wenig Anbauflächen.

Montag waren wir wieder in Mindelo, am Boot und im Hafen unterwegs. Große Diskussionen herrschten im Hafen über die Weiterfahrt, einige planten den Hafen Richtung Karibik Montag bzw. Dienstag, sie wollten vor dem vorhergesagten Starkwind die Insel verlassen. Andere, auch wir, entschieden uns nach dem Wind zu gehen. Am Dienstag klingelte unser Wecker schon um 6.00 Uhr, wir haben einen Ausflug mit der Fähre auf die Nachbarinsel „Santo Antao“ geplant. Dort haben wir wieder mit Peter und Evi ein Auto gemietet, um die Insel zu erkunden. Santo Antao ist total anders als San Vicente, viel grüner und fruchtbarer, etwas tropisch. Leider war der Saharsanddunst immer noch da und die Sicht etwas bescheiden. Wir fuhren von „Porto Novo“ durch das Inselinnere nach „Ribeira Grande“. Ungefähr in der Mitte der Strecke machten wir am „Cova Kraterrand“ einen Stopp, die Steilwände in den Krater waren beeindruckend. In „Ribeira Grande“ angekommen sahen wir erstmal wie wild das Meer draußen war, es kamen ganz schöne Brecher an den Strand. Wir machten in der Stadt kurz Mittag und weiter ging es ins „Ribeira de Paúl“. Dieses Tal war oder ist super grün, es wächst viel Zuckerrohr, Papaya, Mango, Brotfrucht usw., man kann auch super wandern, ist bestimmt schön, wenn man was sieht. Wir fuhren ein Stück hinein bis uns die Straßen zu eng und zu steil wurden und außerdem mussten wir Richtung Fähre die letzte ging um 17.00 Uhr. Unsere Freunde der Renegade sagten, dass es fast ein bisschen wie in Tahiti aussieht, sie waren schon dort. Das letzte Stück zurück verlief am Meer entlang und zeigte uns ein ganz anderes Gesicht der Insel. Es wurde karger und steiniger, nichts mehr vom fruchtbaren grün des Tales sondern eher Mondlandschaft. Pünktlich waren wir wieder in „Porto Novo“, es reichte sogar noch für ein Bier, mit der Fähre ging es zurück nach Mindelo.

Am Mittwoch trafen wir schon Vorkehrungen für die Weiterfahrt, Kanister volltanken, Wasser fühlen usw., denn geplant war, dass es am Samstag. 

Jetzt ist es der 24te und wir sind immer noch in Mindelo. Da der Wind voraussichtlich morgen und übermorgen stark abnimmt 5kt oder so, haben wir am Samstag beschlossen Weihnachten hier zu bleiben und erst am 27sten bei besseren bis guten Wind unsere Atlantiküberquerung zu starten.