#025 – Balearen – Mallorca

#025 – Balearen – Mallorca

Wir hatten ne gut Überfahrt, richtig guten Wind, da ging was vorwärts. Die Welle war zwar nicht zu verachten, aber sie kam aus einer für uns guten Richtung, so dass es nicht schlimm war. Nachmittags sind wir in der „Cala Agulia“ um ca. 15.00 angekommen und da war die Welle nicht mehr mit uns.

Es war eine schöne Bucht, sandiger Untergrund, türkisblaues Wasser, aber sehr wellig und rollig, sollte aber besser werden. Am Abend hat Markus dann doch noch nen Heckanker ausgebracht, zum Glück. Es war gar nicht schwer und mit super Erfolg, das Geschaukelt wurden endlich weniger, so verbrachten wir ne einigermaßen ruhige Nacht. Am Morgen war es recht bewölkt und das Boot noch klammer als die Tage vorher, aber die Sonne knallte schon wieder vom Himmel. Wir beschlossen an Land zu gehen, Müll entsorgen und ein bisschen was einkaufen, frisches Obst und Gemüse. Cala Rajada, lustig, auf einmal wieder alles deutsch. Es wurde viel Deutsch gesprochen, die Schilder waren Deutsch, sogar Franken trafen wir, irre. In Sardinien war Englisch schon oft ein Problem, in Menorca wurde auch nur Spanisch oder Englisch gesprochen und jetzt, fast wie daheim. Ich war ja noch nie in Mallorca und konnten es mir nicht vorstellen, aber es ist wirklich so wie immer erzählt wurde. Aber gut, dafür fanden wir im Supermarkt alles, was wir suchten zu moderaten Preisen, Einkaufen in Spanien ist auf jeden Fall billiger als Italien und die Auswahl größer. Gegen zwölf zogen wir den Anker und schipperten ne Bucht weiter, leider unter Motor, Wind war keiner da. Um 14.30 Uhr schmissen wir den Anker in der Nähe von Calla Millor, guter Ankerplatz, wenn auch mit Steinen, aber Anker hielt. Wir verbrachten nen schönen Nachmittag und Abend.

Am nächsten Morgen so gegen 11.00 Uhr hieß es für uns „weiter geht`s“. Markus hatte für diesen Tag einen wunderschönen Ankerplatz ausgesucht „Cala Morlande“, wieder türkisblaues Wasser, sandiger Untergrund, von Klippen umgeben, super zum Schnorcheln. So verbrachten wir den Nachmittag mit Wasser planschen, schlafen, Stand-Up Paddeltour und schnorcheln, da hatten wir schon schlimmere Nachmittage. Es war angenehm voll, nicht zu viele Boote, am Ufer ein paar Leute, sehr angenehm, aber warm. Am Abend bekamen wir Nachbarn, Uschi und Martin trafen wieder zu uns, juhu. Am Sonntagmorgen gingen wir nochmal schnorcheln, bevor es weiterging Richtung Portocolom.

Nach einer schönen Überfahrt ca. 15sm sind wir am frühen Nachmittag in Portocolom angekommen. Portocolom ist ein Naturhafen, d.h. eine schmale Einfahrt und dahinter ein großes naturbelassenes Hafenbecken. Wir machten an einer Boje fest, erholten uns von der anstrengenden Überfahrt und am Abend, als die Temperaturen angenehmer wurden erkundeten wir das kleine Städtchen. Es war oder ist sehr schön, nicht so überlaufen. Heute gab es mal spanisch Essen, wir gönnten uns ne Paella und Tapas in nem Restaurant, war voll lecker. Am nächsten Morgen machten wir nochmal das Dinghy fertig und gingen nochmal an Land., bevor wir weiter Richtung Caprera segelten.

Wir ankerten nach 20sm am Abend an der „Platja des Trences“ vor einem wunderschönen und langen Strand mit türkisblauem Wasser auf sandigen Untergrund. Leider ist es jetzt so weit, die Quallen sind da, das mag ich gar nicht. Nach dem Essen hatten wir noch nen lustig, feuchten Abend auf der „peu a peu“. Es ist jetzt brutal warm und kühlt nachts kaum mehr ab und auch das Wasser ist nun bei 28°. Leider informierten wir uns zu spät und wir bekamen für diese Woche keine Boje mehr in Caprera, wir hätten uns früher anmelden müssen. Caprera ist eine Insel, die unter Naturschutz steht, man muss sich dort anmelden, darf nicht ankern, sondern nur an einer Boje festmachen, die man auch im Voraus reservieren muss. Schade, aber dann geht´s halt weiter Richtung Palma bzw. Arenal.

Die sechsstündige Überfahrt diente nicht nur dazu weiterzukommen, sondern auch zum Einwackeln auf den Ballermann, es liefen die aktuelle Ballermannhits2023. Irgendwann so nach 4 Stunden musste ich aber abschalten, man wird echt aggressiv bei der Musik und den Text hat man ruckzuck Indus. Jetzt ankern wir in Sichtnähe Ballermann und wollen diesen heute Abend mal besuchen, außerdem planen wir das Landesinnere zu erkunden und ein Auto zu mieten, mal schauen, wie lange wir hier liegenbleiben.

Sind tatsächlich 4 Nächte in Arenal geworden mit vielen Erlebnissen. Wir waren zweimal am Ballermann, Schinkenstraße, Bierkönig usw., sehr interessant und lustig (zum Glück war ich Textsicher, hab ja geübt).

Wir haben einen Roller gemietet und sind über Land gefahren, Valldemossa, Deià und Sóller haben wir besucht.

Das war ein wirklich schöner Tag, das Insel innere von Mallorca ist echt superschön. Valldemossa mit der Kartause, Deià das Künstlerdorf mit den vielen Terrassen und Sóller natürlich mit dem Zügle. Es war auch superschön mal wieder Land zu riechen, es ist irre wieviel unterschiedlich Düfte einen so in die Nase steigen, wenn man mit dem Roller übers Land fährt. Ja, und dann war da noch unser Erlebnis mit dem Sturm am Sonntag 27.08. Es wurde schon vorhergesagt das sich irgendwas tut, lange war unklar welcher Wind sich durchsetzt, der Wind von Gibraltar her oder der Mistral, es war der Mistral. Wir haben lange überlegt, ob wir umlegen sollen, haben in den umliegenden Häfen angerufen (alle voll), aber unser Ankerplatz schaute eigentlich gut aus. Zwar war er nicht ganz so geschützt, aber der Wind war auch nicht so stark in Arenal vorhergesagt wie Richtung Palma oder Peguera, also blieben wir, zum Glück. Es wäre alles, glaub ich, nicht so schlimm gewesen, wenn es so gekommen wäre wie vorhergesagt, aber um ca. 11.00 Uhr fegte plötzlich eine Wind- und Regenwalze über Malle. Der Spuk dauerte ca. ne Stunde. Bei uns lief alles den Umständen entsprechend gut, nichts passiert, Anker gehalten (ca. 50kn).

Der Rest des Tages war es relativ ruhig, abends frischte es wieder etwas auf, aber lang nicht so schlimm. Am Montag wechselten wir die Bucht rüber nach Palma, damit wir am Dienstag uns noch Palma ansehen konnten.

Am Dienstag hatten wir voll netten und überraschend Besuch an Bord. Wir trafen Katja, Matida und Uwe aus Hergensweiler in Palma und verabredeten uns nach der Sightseeingtour, damit wir ihnen unser neues Zuhause mal zeigen können. Es war ein sehr schöner Nachmittag, toll mal wieder bekannte Gesichter zu sehen. Abend waren wir noch bei unseren Bootsnachbarn auf ein Bier bevor es um 4.00 Uhr nachts auf nach Ibiza ging.

#024 – Balearen – Menorca

#024 – Balearen – Menorca

Wir blieben 3 Nächte in der Bucht vor Mahon. Es war sehr schön endlich wieder mal was Neues zu sehen und neue Eindrücke zu bekommen. Am Freitag chillten wir erstmal, holten Schlaf nach, machten das Boot innen und außen sauber. So ne Überfahrt ist schon für beide, Boot und Crew, ganz schön anstrengend. Wie wird das erst wenn wir 3 Wochen unterwegs sind? Fazit unseres ersten längeren Törns ist, unsere Entscheidung war richtig über den Süden von Sardinen nach Menorca zu segeln und das gute Wetterfenster abzuwarten. Auch waren wir sehr mit der Windvorhersage zufrieden, hat super gestimmt. Und es war toll ein Buddy-Boot zu haben, wir haben alle 2 Std gefunkt, so dass wir ein bisschen Struktur im Tag hatten, vor allem nachts war es super. Schlussendlich eine gute Überfahrt!

Freitagabend gab es großes Festessen, wir grillten den Thunfisch, zumindest einen Teil davon. Wir haben Uschi und Martin dazu eingeladen, wir mussten ja noch auf unsere gelungene Überfahrt anstoßen.

Am Samstag sattelten wir unser Dinghy, luden Uschi und Martin auf und fuhren nach Mahon. Mahon ist der zweitgrößte Naturhafen der Welt! Wir mussten so ziemlich den ganzen Ford reinschippern, ein tolles Erlebnis und eine tolle Landschaft. Mahon ist ein schnuckeliges kleines Städtchen, sehr britisch geprägt. Wir bummelten ein bisschen, Markus bekam eine neue Frisur, wir besorgten ne SIM-Karte und genossen einfach den Tag und die neuen Eindrücke. Die „peu a peu“ bekam abends noch Besuch von Martins Sohn plus Familie und wir klopften mal am Nachbarboot, auch Deutsche, auch ein Aluboot, ne Ovni. Dörte und Jens aus Kiel, Langzeitsegler und auch Mitglied bei TO. Es war recht schön bei ihnen an Bord, wir hatten gleich ne interessante Unterhaltung.

Am Sonntag, juhu, laufen! Die Ankerbucht war direkt unterhalb einer imposanten Wehranlage und diese schauten wir uns am Sonntagmorgen an, verbunden mit viel laufen, aber es tat wirklich mal wieder gut, auch wenn es irre heiß war. Nachmittags chillten wir ein bisschen und erledigten noch Sachen (Blog schreiben), die die letzten Tage liegen geblieben sind. Juhu wir hatten wieder relativ gutes Internet. Gegen Abend hatten wir noch nen kleinen Umtrunk an Bord, Dörte und Jens, Uschi und Martin kamen noch zu Besuch, denn am nächsten Tag trennten sich unsere Wege. Wir starteten am Montag an der Nordküste von Menorca entlang Richtung Mallorca und die anderen blieben noch etwas in Mahon. Vielleicht sehen wir uns in Mallorca wieder, wäre schön.

Montagmorgen 10.00 Uhr Anker hoch und los ging`s. Ein toller Segeltag, wenn auch erst mit etwas komischer Welle, aber dann super Wind von hinten. Markus testete, wie es ist mit der Okeanos Butterfly zu Segeln (Genua und Fock) und siehe da es ging super. Das Boot war ruhig und die Geschwindigkeit echt gut. Um ca. 15.00 Uhr ließen wir den Anker in der Bucht „Arenal d`en Castell fallen. Schöne muschelförmige geschützte Badebucht zwar viele Hotels, aber passt. Es ist halt Spanien und nicht mehr Sardinien. Am Rande war ein Riff und man konnte gut schnorcheln und baden. Am Dienstag ging es gemütlich weiter der Küste entlang, eine wunderschöne Kulisse fast ein bisschen wie in England, viel Steilküste. Um 15.00 Uhr viel der Anker in der „Cala de Algaiarens“, puh war viel los und leider kein Internet, aber dafür viele Mücken (fühlte mich gleich ein bisschen heimisch, wie in Gumpel) Erstmal essen, dann chillen und dann paddelten wir mit dem Stand-up an Land. Schöner Strand in einem Naturreservat, nicht direkt an einer Ortschaft und nicht direkt an einer Straße, daher keine Liegestühle und Sonnenschirme im Sand und wir konnten auch einfach so an Land. Es war jetzt früher Abend, die Sonne stach nicht mehr so vom Himmel und wir unternahmen ne kleine Wanderung ins Hinterland, voll schön und unerwartet grün. Ja, und dann ging es zurück ans Boot noch nen Sundowner an Bord und ab in die Koje.

Nächster Tag weiter, wir wollten am Donnerstag nach Mallorca Bekannte treffen, Ziel „Ciutadella de Menorca“ die alte Hauptstadt. Es war eine interessante Überfahrt, erst mäßiger Wind von hinten, dann Regenwolke mit viel Wind, dann nichts, dann Wind gedreht 90° mäßig und dann direkt von vorne, also fast alles dabei. Leider war das einzige Ankerfeld in Stadtnähe voll, es war auch nicht sehr groß und genau abgesteckt.

Uns war es zu eng, es hatte immer noch 17kn Wind und wir beschlossen weiterzuziehen. Was auch gar nicht schlimm war, wir fanden etwas weiter eine wunderschöne Bucht mit türkisfarbenem Wasser, super Ankeruntergrund, super, um über Nacht zu bleiben und einige Arbeiten nachzuholen und einige Mails zu machen, Anrufe zu erledigen usw., wir hatten nämlich wieder Netz. Morgen geht`s um sieben weiter Richtung Mallorca, wenn wir es schaffen zeitig aufzustehen. Wir hatten zwar nur einen kleinen Eindruck von Menorca, aber dieser war sehr gut, ein nettes kleines Inselchen.

Nächster Morgen. Natürlich schafften wir es nicht um 6.00 Uhr aufzustehen, es war noch recht dunkel. Um 7.00 Uhr wurde es dann heller und wir krochen aus der Koje. Wetter war o.k., Wasser glasklar, tiptop. Am Frühstück schauten wir nochmal de Ankerbuchten in Malle an und wir entschieden uns doch eine Bucht nördlich von Cala Rajada anzusteuern. Es war etwas schwierig, denn der Wind sollte drehen und alle Buchten, die in Frage wurden von Navily nicht zu 90%-100% empfohlen. Es war auch etwa 10sm kürzer, somit war es auch nicht schlimm, dass wir später starteten. Also, Anker hoch 9.15 Uhr und huch mir rutschten die Ankerwinschkurbel aus der Hand und natürlich ins Wasser, Sch…. Erste Idee ich tauche sie rauf, Markus war gleich etwas skeptisch 6,5m, aber ein Versuch war es wert. Also Ankerkette wieder raus, Anker war noch fest, Bade- und Schnorchelzeug an und ab ins Wasser. Die Winsch war zum Greifen nahe, wir konnten sie super sehen, da das Wasser glasklar war. Leider schaffte ich es nicht und so mussten wir unser Tauchzeug rausholen, zum Glück hatten wir ein paar volle Flaschen dabei. Markus tauchte unter und holte die Winsch rauf. Wir lichteten den Anker 1 Stunde später, das Bootinnenleben war etwas durcheinander, da das Tauchzeug gut unterm Bett verstaut war, aber egal alles gut gegangen, auf Richtung Malle.

#023 – 270 Seemeilen von Sardinien nach Menorca

#023 – 270 Seemeilen von Sardinien nach Menorca

Am Dienstag um 4.00 Uhr holten wir den Anker hoch, es war noch ziemlich dunkel, kalt und feucht.

Am Anfang liefen wir noch unter Motor bis wir ums „Capo Carbonara“ waren, dann holten wir die Fock raus. Es war doch gut Wind und Welle. Endlich wurde es heller und als die Sonne raus kam wurde es auch wärmer, aber das Meer war noch ziemlich aufgewühlt und der Wind blies noch ordentlich im „Golfo di Cagliari“. Gegen Nachmittag als wir über den Golfo waren lies er stark nach und wir mussten den Motor anschalteten um in der „Spiaggia di Su Giudeu“ zwischenzuankern. Es ist manchmal verrückt, erst so viel Wind, dass man reffen muss usw. und dann nichts mehr, so dass man motoren muss. Anker down und erstmal was essen und schlafen, um 20.00 Uhr ging es weiter Richtung Menorca.

Kurz vor 20.00 Uhr holten wir den Anker hoch und unsere erste von 3 Nachtfahrten begann. Der Wind war ordentlich, zwischen 15kn und 17kn, aber aus der richtigen Richtung, wir kamen gut voran. Endlich unsere Okaenos war mal richtig in Fahrt. Es war segeltechnisch eine gute Nacht, für mich leider nicht. Markus lies mich zum Glück bis 4.00 Uhr schlafen und Dank Tablette konnte ich ihn ablösen und er bekam auch etwas Schlaf ab. Ich wurde belohnt, dass ich mich aufgerafft habe, der Sternenhimmel war gigantisch. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal die Milchstraße so deutlich gesehen habe und so viele Sternschnuppen.

Und als es hell wurde, kamen Delphine zu uns, sie reisten bestimmt 1 1/2 Stunden mit uns, einfach tolle Erlebnisse, die ganz besonders waren bzw. sind. Meine Seekrankheit war für diese Überfahrt besiegt, mir ging es von da an wieder gut, wahrscheinlich war einfach die Aufregung und das Neue zu viel für mich. Wir segelten genüsslich weiter, bis abends der Wind sich verabschiedete und wir den Motor anstellen mussten.

Pünktlich zum Sonnenuntergang bekamen wir Besuch von ein paar Delphinen, magisch. Die Nacht war ruhig, wir wechselten uns mit dem wach bleiben ab, alles lief gut, der Sternenhimmel war wieder überwältigend. Am Morgen begrüßten uns wieder Delphine und die Welt war in Ordnung. Mit der Sonne kam der Wind und wir konnten die Segel setzen. Der Wind kam schön von der Seite 10kn bis 15kn, eine schöne Fahrt.

Am Abend dann noch ein Highlight, Markus hat nen großen Thunfisch geangelt, 5kg.

Wir schmissen am 11.08 um 1.00 Uhr nachts in Menorca in der Bucht „Es Clot“ den Anker, die Bucht ist vor Mahon. Sie ist zwar nicht ideal, aber für unsere Zwecke zum Zwischenankern in der Nacht, war sie o.k.. Am Morgen zogen wir weiter Richtung Mahon in die „Cala Teulera“, in die einzige Bucht, in der man im Ford ankern darf. 

#022 – und wieder Mistral

#022 – und wieder Mistral

Es wird mal wieder Zeit euch von unserem Trip zu berichten. Am 02.08 sind wir am frühen Abend noch nach Villasimius zum Bummeln und zum Supermarkt gegangen. Ja, gegangen! An Land erstmal mit dem Dinghy und dann ca. 45 Minuten zu Fuß, bei gefüllten 40°C, in das Dorf gelaufen. Es war zwar etwas sehr warm, aber unser Ausflug hat sich rentiert, erstmal tat das Laufen echt gut, der Ort war schön und der Kühlschrank war wieder voll. Im Laufe des Abends kam uns die Idee, dass wir uns ja ein Auto mieten könnten und am nächsten Tag nenAusflug nach Cagliari machen könnten. Gesagt-getan am nächsten Tag ging es morgens los nach Cagliari, zu viert im Fiat 500.

Es war eine sehr schöne Fahrt der Küste entlang und nach etwa einer Stunde waren wir in der Stadt. Wir bummelten etwas durch die kleinen Gässchen, haben ne Pizza gegessen und machten noch ein bisschen Sightseeing. War für uns etwas komisch wieder zurück am Anfang zu sein, aber es war ein schönes Gefühl und es wurden viele Erinnerungen an letztes Jahr wach, immerhin waren wir insgesamt 4 Wochen 2022 dort. Wir kamen am Abend ca. 21.00 Uhr erschöpft wieder am Boot an, voller Eindrücke und total müde. 

Voll toll an unseren Ankerplatz war die Weitläufigkeit der Bucht mit dem tollen Sandstrand, dem gigantisch blauen Wasser und der Saline mit den Flamingos. Wir wollten die Flamingos unbedingt noch aus der Nähe betrachten, das war morgens am besten. So machten wir unser Dinghy noch vor dem Frühstück bereit, holten die Crew der „peu a peu“ ab und mit Fotoapparaten bewaffnet ging es noch einmal an Land, das letzte Mal für die nächsten 3 Tage. 

Ab Freitagmittag nahm der Wind dann zusehends zu, die Böen wurden stärker und wir checkten immer wieder unsere Position, aber alles gut der Anker schien zu halten. Ich schnorchelte noch mal zum Anker, er hatte sich aber super vergraben, noch 10 Meter mehr Kette und alles müsste passen, der Mistral kann kommen. Am Samstag wurden die Böen stärker, manchmal haben sie das Boot ganz schön zur Seite gelegt, war ein komisches Gefühl, aber Anker hielt. Unsere Okeanos hat den Wind super getrotzt, wir sind gegenüber anderen Booten noch ruhig gelegen. Samstagnacht beschlossen wir Ankerwache zu halten. Wir wechselten uns ab, immer einer war wach, damit wir gleich reagieren konnten, falls der Anker doch nicht hielt. Alles ging gut, Anker hielt. In der Spitze hat unser Windmesser 44kt gemessen. Am Sonntag waren die Böen immer noch sehr stark, aber nicht mehr so viele und nicht mehr so heftig und wir verabredeten uns abends auf ein Bier mit Uschi und Martin umdas weitere Vorgehen zu besprechen und gemeinsam nochmal den Wetterbericht für die nächsten Tag zu checken. Da am Montag zwar der Wind nicht mehr so böig war und auch nicht mehr so stark, aber die Wellen noch ziemlich hoch vorhergesagt waren und die See weiter draußen noch sehr unruhig planten wir den Montag noch in Villasimius zu bleiben und am Dienstag zeitig in der früh zu starten, denn da war der Windwinkel gut für uns. Nachmittags sollte der Wind drehen, so dass wir voll Gegen an mussten und das ist nicht ganz so angenehm.

Logbuch

Hier findet ihr all unsere Blogeinträge im Überblick. Viel Spass beim durchlesen.

#021 – Sardinen ab in den Süden

#021 – Sardinen ab in den Süden

Heute, Mittwoch der 02.Aug, wir liegen in „Porto Giunco“ vor Villasimius vor Anker und wettern mal wieder den Starkwind ab. Aber es gibt schlimmere Orte, wir liegen gut, Anker im Sand, türkisblaues Wasser um uns rum und wenig Welle für den Wind. Wir haben uns entschlossen nun doch zur Südspitze Sardiniens zu segeln und dann von dort auf die Balearen zu kommen.

Nachdem wir letzte Woche den heftigen Mistral gut in „Baia Lo Impostu“ abgewettert haben, sind wir am Donnerstag wieder Richtung Norden gesegelt. Unser großes Ziel war ja immer noch durch die „Straße von Bonifacio“ durch Richtung Spanien. Leider kamen wir nicht weiter wie nach Aranci, dafür aber fast alles unter Segel. Abends gingen wir an Land, um uns nach 3 Tagen Boot die Beine ein bisschen zu vertreten, das war wirklich eine Wohltat. Zum Absacker ging es zu Martin und Uschi auf`s Boot und wir studierten nochmal die Wetterprognose für die folgende Woche und leider war für Mitte der Woche schon wieder ein Mistral vorhergesagt und für`s nächste Wochenende schaute es auch schon wieder danach aus. 

Dieses Wetterphänomen momentan ist etwas ungewöhnlich, normalerweise baut sich der Mistral ca. alle 2 Wochen aus dem Rhonetal auf und weht mit 30/35kt nach Sardinien und Korsika aus, dies dauert so 2-3 Tage und dann ist wieder gut. Dieses Jahr aber kommt dieser „steife Wind“ zweimal in der Woche, 3 Tage viel Wind – 3 Tage normal – 3 Tage viel Wind – 3 Tage normal usw., so geht es nun seit Anfang Juli und außerdem zwischen Korsika und Sardinien weht der Wind jedes zweite Mal sehr heftig bis zu 50kt. Für uns ist die Zeit mit gutem Wind zu kurz um durch die „Straße von Bonifacio“ nach Alghero zu kommen und dann noch ein gutes Wetterfenster zu den Balearen zu erwischen.

Wir beschlossen uns am morgen noch mal abzustimmen und nochmal nach dem Wetter zu schauen, um dann das Ziel für Freitag festzulegen. Am Freitagmorgen kam Martin zu uns zur Lagebesprechung an Bord und Markus und er schauten nochmal alle uns verfügbaren Wetterkarten für die nächsten Tage an und sie/wir kamen zum Entschluss, dass wir es nun doch über den Süden versuchen, dort bekommen wir nur die Ausläufer des Mistrals ab und es ergibt sich schneller ein Wetterfenster nach Spanien. Gesagt getan, ab Richtung Süden nach La Caletta. Es lief ganz gut, mal hatten wir den Wind direkt von vorne, dann sind wir unter Motor gefahren und mal kam er gut von der Seite, so dass wir segeln konnten. Lustige Begebenheit bei diesem Schlag, wir bekamen Fotos bzw. ein Filmchen von Land, dass uns beim Segeln aufnahm. Freunde von unserer Nichte machen in Sardinien Urlaub und waren genau zu der Zeit am Strand in der Nähe von Budoni als wir vorbeisegelten, Dank der Technik war es möglich, dass sie wussten, wo wir sind. In La Caletta ankerten wir direkt vor dem Hafen, voll cooler Platz und Abend ging es ins Städtchen. War echt schön, es war ja Freitag so war ein bisschen was los, kleiner Straßenmarkt und angenehm viele Leute. Am nächsten Morgen gingen Uschi und ich noch schnell shoppen, frisches Obst und Gemüse, und weiter gings Richtung Süden, Ziel „Cala Luna“. Der Wind war besser als gedacht, wir konnten viel segeln und kamen genau richtig am Abend, als alle Ausflugsboote weg waren, an der magischen Bucht „Cala Luna“ an. Es ist eine wirklich kleine Bucht und auch kein besonders toller Ankerplatz (etwas wackelig), aber mit den Höhlen in den Felsen einfach toll.

Nach einem kleinen Landausflug und nen kleinen Nachtgetränk gingen wir zeitig in die Kajüte, denn wir wollten am nächsten Tag zum Sonnenaufgang aufstehen und es hat geklappt. Es waren tolle Lichtspiele am Morgen, als die Sonne die Steilwand mit den Höhlen beschien.

Zeitig ging es los, Anker hoch, wir wollten noch vor 9.00 Uhr, vor dem Besucheransturm, an der „Cala Goritze“ ankommen. Das haben wir nur fast geschafft. Auch diese kleine Bucht war Wahnsinn, das Wasser türkisblaublau, wow.

Leider nur einfach zu viele Boote und zu viele Leute. So zogen wir gegen 10.00 Uhr den Anker und schipperten weiter, unser Ziel heute Abend ankern vor Arabatax. Wir sind am Nachmittag angekommen, so dass wir noch Zeit für ein ausgiebiges Schläfchen hatten, sind ja früh aufgestanden und es war wirklich sehr warm, man konnte nichts anderes tun. Abends sind wir mit dem Dinghy ins Städtchen gefahren und haben uns die roten Felsen, zeitgenau zum Sonnenuntergang, angesehen. Puh, heute haben wir viel erlebt und gesehen, wir sind fertig in die Koje gefallen.

Am nächsten Tag ging es wieder um 7.00 Uhr los, wir haben ca. 30sm geplant und nachmittags sollte der Wind gut auffrischen. Plan hat funktioniert, wir schmissen den Anker um ca. 15.00 Uhr in „Capo San Lorenzo Nord“. Ich freute mich schon, gegen 18.00 Uhr sollte der Wind weniger werden und wir konnten evtl. an Land und endlich mal wieder richtig laufen. Vor uns ein riesiger toller Sandstrand, nichts los, juhu. Wir setzten uns gegen 19.00 Uhr ins Dinghy, es ging an Land, alle 4 freuten wir uns, Dinghy gelandet und los. Leider kamen wir nur ein paar Meter, dann kamen 2 Männer, die uns stoppten und uns baten wieder zurück zu unserem Schiff zu gehen. Der Strand und die Umgebung sind Militärgebiet und wir durften es leider nicht betreten. Unsere Schiffe konnten bleiben, wir ankerten weit genug draußen. Alle vier waren wir echt enttäuscht und uns war nun klar warum fast niemand am Strand zu sehen war.

Am nächsten Tag hatten wir einen wunderschönen Segeltag, es lief echt toll, genau der richtige Wind von der richtigen Seite für unser Boot. Der Anker fiel in „Porto Giunco“ vor Villasimius, das Wasser war superblau wieder mal, die Bucht weitläufig und nicht so viel los wie oben im Norden. Auch heute frischte der Wind am Nachmittag wieder gut auf bis zu 30kt, aber wir waren sicher am Anker. Am Abend hatten wir noch nen netten Hock bei uns, es ist echt schön, wenn man sich austauschen kann und auch mal über andere Sachen sprechen kann, bis jetzt läuft es echt gut so mit nem Buddy-Boot zu reisen. Der Abend war nicht nur unterhaltungstechnisch toll, sondern wir hatten auch einen super Sonnenuntergang und einen gigantischen Mondaufgang.

Wir waren gestern noch etwas unsicher über unsere weitere Reise. Eines war klar wir müssen noch bis Montag warten, bis wir Richtung Balearen können, denn am Samstag und Sonntag ist der Mistral auch im Süden gut zu spüren, aber dann schaut´s gut aus für uns. Die Überlegung war noch nach Cagliari zu gehen, aber die Hafenplätze sind irre teuer. Wir hätten für 3 Nächte 500€ für unser Schiff gezahlt, das war keine Alternative. So war klar auf jeden Fall bleiben wie vor Anker, aber wo. Wo war es gut und sicher? Wir beschlossen hier die nächsten Tage zu bleiben, der Ankergrund ist super, die Welle baut sich nicht auf und der Wind ist auch o.k.. Es gibt ja noch so manches am Boot zu tun, so dass es uns nicht langweilig wird. Jetzt gehen wir mal schauen, ob wir an Land kommen und noch ein etwas frisches Obst und Gemüse bekommen. Leider ist es in Italien gar nicht so leicht mit dem Dinghy an Land zu kommen, man muss es entweder irgendwo anbinden oder Anker werfen, einfach so an Land ziehen ist in den wenigsten Fällen möglich. Und des Öfteren war gar keine Möglichkeit überhaupt an Land zu kommen, es sind Bojenleinen gespannt. 

Jetzt seid ihr wieder auf dem Laufenden, dass nächste Mal vielleicht, hoffentlich aus Spanien!

Gute Zeit euch!

#020_Sardinien – Costa Smeralda

#020_Sardinien – Costa Smeralda

Diese Woche haben wir ausgiebig die Costa Smeralda genossen. Am Montagnachmittag segelten wir gemütlich von der „Cala Sabina“ querab rüber in die „Cala Razza di Giuncu“, von uns auch FKK-Bucht genannt, da sich in der Nähe an Land ein kleiner FKK-Strand befindet. Das ist eine schöne Bucht ohne den üblichen Ausflugsbooten und auch Übernachtungsboote, wir waren diese Nacht das einzige „normale“ Segelboot am Ankerplatz. Es gibt viel zu sehen auf`m Wasser und an Land und das Wasser ist auch toll. Am nächsten Tag ging es aber trotzdem weiter, Markus hatte eine ganz bestimmte Bucht im Kopf. Langsam versuchten wir an der Costa Smeralda entlangzusegeln, war aber leider erfolglos, unsere Okeanos mag einfach keinen Wind von vorne und so musste halt der Motor herhalten zum „Golfo Pevero“. Wunderschön!

Das Wasser blau, glasklar, ich glaub in so ner schönen Bucht mit so nem Wasser waren wir noch nicht. Anker fiel ins Wasser und Ute gleich hinterher! Weil es so schön dort war und es uns es uns super gefiel blieben wir 3 Nächte. Es gab viel zu sehen, große Boote, Ankermanöver, Ankerfeldordnungspersonal (die gnadenlos jeden, auch wenn nur das Heck ein bisschen in den abgesteckten Bereich hing, wegschickten), sämtliche Vergnügungsgeräte, die man im Wasser so haben kann usw..

Es war besser als fernsehschauen und unser Stand-Up diente jeden Abend als Aussichtsterrasse und als Platz für den Sun-Downer. In dieser Bucht trafen wir auch die SY „Little Lion“ aus Nonnenhorn.

Vielen ist die Geschichte und die kleine Familie bestimmt aus der szon bekannt. Wir ruderten nachmittags mal rüber und hatten ne schöne Unterhaltung an Bord, ist einfach echt immer schön mal jemand zu treffen und ein bisschen zu quatschen.

Für uns ging es aber am nächsten Tag weiter Richtung Maddalena Archipel. In der „Cala Portese“ trafen wir wieder Uschi und Martin, leider war dieser Ankerspot am Nachmittag sehr voll. Am Abend wurde es zwar etwas leerer, aber es blieb immer noch ein ganzer Schwung da, für Nachts war etwas mehr Wind vorhergesagt und die Bucht bot guten Schutz und es ist einfach jetzt Hauptsaison.

Es war ein lustiger Aufenthalt, abends hat Uschi gekocht und wir saßen noch lange auf ihren Boot bei gekühlten Getränken. Am nächsten Morgen machten wir nen kleinen Landspaziergang, man könnte auch gut wandern auf Caprera. Wir entschieden uns aber wieder Richtung Olbia zu segeln. Der Wind kam heute aus der richtigen Richtung und es schaute nach einen guten Segeltag aus, was es auch war. Außerdem wurde für Dienstag und Mittwoch ein heftiger Mistral vorhergesagt und wir hatten keine Lust den hier oben im Maddalena Archipel auszuschaukeln, unser Ziel für Samstag der „Golfo Aranci“. Als wir schon fast am Ziel waren, kam uns eine Armata von „Delphinjägern“ entgegen. Im Golfo Aranci gibt es Delphine und das wird natürlich touristisch vermarktet. Es war schrecklich das zu sehen, die Schlauchboote voll mit Leuten fuhren den Delphinen hinterher, sobald sie gesichtet wurden. Aber wahrscheinlich hätten wir vor ein paar Jahren auch so eine Delphin-Watching Tour mitgemacht, ehrlicherweise.

Wir ergatterten einen guten Ankerplatz und ich ging meiner neuen Tätigkeit nach, Ankertaucherin, und verdiente mir auch gleich ein Eis (von der peu a peu). Und sehr lustig, wenn man sich länger im gleichen Segelrevier aufhält, trifft man sich immer wieder, es ist wirklich so. Frank mit der SY Eira lag schon vor Anker, meine fränkischen Landsleute Anette und Klaus usw.. Nach einem kurzen Snack und einer Dusche ging es an Land, EIS. Wir blieben 2 Nächte, am Sonntag wurde mal wieder Wäsche gewaschen usw. bei beiden Booten.

Nach langem hin und her entschieden wir uns den Wind doch noch weiter davon zu fahren um das Capo Coda Cavallo. Wir kauften morgens noch Fisch für den Abend, leider hatten wir ja noch kein Anglerglück, und los ging es. Es war total spukie, wir fuhren voll durch den Nebel, komisches Wetter, es war 11.00 Uhr und in den Golfo di Olbia zog voll der fette Nebel, die Fähre hörte man nur huben, zum Glück haben wir AIS und gute Geräte, der Nebel verzog sich dann aber auch wieder.

Die Idee war vor der Masse von Windflüchtenden einen guten Ankerplatz zu bekommen und das hatten oder haben wir in der Bucht „Baia Lo Impostu“. Am Abend gab es lecker Dorade und Tintenfische mit Salat, Uschi hatte sogar Kartoffelsalat. Uns geht es wirklich gut!!!  Noch ein komisches Wetterphänomen an diesem Tag, es war erst Wind Richtung Land, abends drehte er dann von Land kommend und der Wind war heiß wie ein Fön, wie im Heißluftbackofen, Wahnsinn was da für eine Energie drin war. Nach ca. ner halben oder ner Stunde war der warme Wind wieder weg, aber es war total schwül. Was wird da wohl die nächsten Tage auf uns zukommen, war die Frage. Wie angekündigt kam am Dienstag der Wind und heute Mittwoch bläst er immer noch und wir sind sehr froh über unsere Entscheidung in dieser Bucht zu ankern, es ist alles auszuhalten und sehr moderat. Später, falls der Wind nachlässt, kommt Frank uns noch besuchen, er hat sich auch entschlossen runter zu fahren und liegt ne Bucht neben uns.

So das war es mal wieder für diese Woche. Mal schauen wo es uns die nächsten Tag hin weht? 

#019 – noch ne Woche Buchtenchillen auf Sardinien

#019 – noch ne Woche Buchtenchillen auf Sardinien

Am Montag (10.07) war es so weit, wir trafen Uschi und Martin in „Capo Coda Cavallo“. Sie kamen spät am Abend aus Richtung Sizilien an, es war schon dunkel. Sie ankerten neben uns und natürlich gab es ein Kaltgetränk als Willkommensgruß. Uschi und Martin sind Segelfreunde aus Nonnenhorn, sie haben das gleiche Ziel wie wir und fast das gleiche Boot, eine Reinke 12S und wir planen ein Stück zusammen zu fahren. Es war wirklich schön Freunde zu treffen, die die gleiche Freude und das gleiche Leid wie wir haben, wir hatten bzw. haben einen regen Erfahrungsaustausch. Wir blieben noch ne Nacht an der gleichen Ankerstelle, machten nen kleinen Landausflug zu nen Aussichtpunkt zusammen und genossen die Zeit. Uschi und Martin mussten erstmal wieder Kräfte tanken, sie waren ja ein paar Tage und Nächte am Stück unterwegs.

Am Mittwoch segelten wir wieder zurück in die „Cala Girgolu“, wir wollten alle noch ein bisschen schnorcheln. Ziel war es am Freitag in Olbia zu sein, denn Uschi bekam besuch von ihrer Tochter und wir mussten alle wieder mal einkaufen (Essen und Getränke). Wir liefen Freitagmorgen zeitig in Olbia ein, wir zogen den Anker schon um 8.30 Uhr in der Früh, und bekamen super einen Platz hintereinander an der Mole. Wir fuhren mit dem Bus zum Lidl etwas außerhalb. War gar kein Problem und super billig, 90min-1,50€ p.P.. Wir verbummelten uns ein bisschen und so war Uschi`s Tochter schon am Boot als wir wieder an der Mole ankamen. Abends gingen wir alle zusammen Pizza essen. Am Samstag haben wir beschlossen wieder auf den Markt zu gehen und uns mit Frischware einzudecken. Aber davor musste, nein durfte ich mal wieder rauf auf den Mast. Diesmal ging es einfacher, da wir uns eine professionelles Kletterausrüstung zugelegt haben (Danke Bernd).

Wir blieben noch ne Nacht in Olbia, abends heizte Markus den Grill an und es gab lecker (Curry-)Wurst. Am Sonntagmorgen hieß es wieder Leinen los, wieder raus auf`s Wasser. Es war sehr warm in Olbia, zum Glück wehte eine kleine Brise, die etwas für Abkühlung sorgte und es kühlte abends etwas ab, das war auch sehr erfrischend. Die „peu a peu 2“ zogen Richtung Süden, Uschi`s Tochter fliegt am Montag wieder und wir segelten Richtung Norden in die „Cala Sabina“.

Süße Bucht mit sandigem Untergrund, voll nett alle halbe Stunde oder so fährt ein kleiner Zug direkt am Strand vorbei. Es war zwar zu viel los als wir ankamen, viele Tagesausflügler es war ja Sonntag, aber Abend und am Morgen war schön und ruhig (fast), einfach toll. So paddelten wir heute Morgen mit unseren SUP an Land und liefen ne Runde. Es gab einen guten Laufweg in die nächste Bucht und wir schafften es vor acht Uhr an Land zu sein, so war es noch nicht so warm. Tagsüber ist es wirklich sehr warm, aber es kühlt abends immer noch runter, so dass über Nacht das Boot wieder runtergekühlt wird.

Wir wollen weiter Richtung Norden und dann Westen, irgendwann die Woche werden wir Uschi und Martin wieder treffen, um dann wieder etwas Zeit miteinander zu verbringen.

Danke für eure Kommentare! Es ist schön, dass so viele mit uns reisen, und es freut uns auch immer wieder mal was von euch zu hören.

Bis nächste Woche!

#018 – Sardinien – chillen und Buchten hopping

#018 – Sardinien – chillen und Buchten hopping

Diese Woche gibt es eigentlich nicht viel zu schreiben und doch wollte ich euch diese Woche nicht vorenthalten, vor allem nicht die Bilder. Am Dienstag (04.07) verließen wir Olbia Richtung Tavolara. Wir haben beschlossen, dass wir endlich wieder mal ins Wasser hüpfen wollen und vor Anker liegen. Die Okeanos war mit Vorräten gefüllt, der Wassermacher funktionierte und los ging es nach Porto San Paolo, davor kann man wunderbar ankern, einfach wunderschön.

Dort lagen wir bis Freitag, super Ankergrund tolle Umgebung. Am Donnerstag testeten wir mal unser Dinghy und machten nen Dinghyausflug von ca. 4 sm zum Tavolarafelsen rüber. Das Dinghy hat`s ausgehalten und wir waren halt ein bisschen viel nass, aber so ist das halt beim Wassersport.

Auch unser Stand-up musste jetzt ran und so genossen wir die Umgebung der Bucht.

Am Freitag wurde es uns am Nachmittag etwas zu ungemütlich, die Welle stand doof, und wir zogen weiter (3sm) in die nächste schöne Bucht. Dort trafen wir Eva und Frank (SY Eira), die wir in Olbia schon kennengelernt haben, sie haben auch eine Reinke13M und so hatten wir viel zu bereden und einen regen Erfahrungsaustausch.

Es war voll schön sich mit gleichgesinnten zu unterhalten, wir hatten einen schönen Nachmittag und einen interessanten Abend. In der „Cala Girgolu“ kann man sehr gut schnorcheln, was wir auch jeden Tag getan haben.

Heute Mittag ging es eine Bucht weiter 3sm in die „Capo Coda Cavallo“. Auch hier ist es schön, aber viel los.

#017 – Viva Italia

#017 – Viva Italia

Am Montag super Wetter, netter Wind am Vormittag ging es weiter gemütlich nach Maddalena. Wir haben beschlossen in den Hafen zu gehen, da Maddalena ein nettes Städtchen ist und wir dort gemütlich durch die Straßen bummeln können oder ein bisschen wandern. Das Lustigste an der Sache war, dass wir denselben Liegeplatz bekommen haben wie letztes Jahr, genau am Zebrastreifen.

Wir verbrachten einen gemütlichen Tag, Stefan erkundete die Stadt oder Insel und wir machten ein paar Arbeiten am Boot fertig. Die Jungs kauften Tintenfisch direkt vom Fischer. Nach einer ausgiebigen Putzaktion der Fische, endeten diese auf den Grill, Salat dazu, superlecker.

Abend spazierten wir durch die Gässchen und genehmigten uns einen kleinen Absacker in ner coolen Bar. Am nächsten Tag gings weiter Richtung „Cala Portese“, eine Bucht der Isola di Caprera. Wir hatten wieder einen schönen Segeltag, guter Wind und ne schöne Ankerbucht. Der Wind sollte in der Nacht zunehmen, aber Markus hat uns eine gute Bucht ausgesucht. Am Spätnachmittag gingen wir an Land und machten ne kleine Wanderung und entdeckten ein paar einsame tolle Strände. Zum Abendessen gab es wieder Fisch, den wir leider nicht selber gefangen haben, aber morgens selbst vom Fischer gekauft haben.

Weiter ging es Richtung „Costa Smeralda“ wieder bei schönem Segelwind. Die Fock hat uns schön Richtung Süden gezogen, es war ein bisschen böig (20kt), darum reichte uns die Fock und es ging erstaunlich gut. Markus beschloss uns ne kleine Hafenrundfahrt in Porto Cervo zu gönnen. Irre was da für Riesenboote im Hafen liegen, etwas dekantiert und erdrückend, aber interessant das mal gesehen zu haben. Wir steuerten eine wunderschöne Bucht mit türkisfarbenem Wasser an der Costa Smeralda an, leider waren schon zu viel Boote drin und wir gingen ne Bucht weiter. Dieser Ankerplatz war fast genauso schön, das Wasser nicht ganz so türkis, dafür aber nicht so überfüllt. Das Wasser war wirklich toll, ein bisschen schnorcheln, ein bisschen planschen was will man mehr. Zwischendurch gibt es natürlich auch immer wieder gewisse Pflichtaktivitäten zu erfüllen, aber bei der Umgebung auch nicht weiter schlimm.

Morgens gingen wir alle nochmal ins Wasser, denn heute war unser Ziel schon Olbia, der Mistral kündigt sich an. Stefans Urlaubszeit bei uns auf den Boot ging zu Ende, sein Flug war am Samstag und somit war das sein letzter Meerkontakt für längere Zeit. Wie es so oft ist, die Ruhe vor dem Sturm, war es auch am Donnerstag, leider mussten wir Motoren. Somit konnten wir aber unseren Autopiloten nochmal testen und es wurde eine gemütliche und warme Überfahrt. Das absolute Highlight der Fahrt, es kamen nochmal Delphine zu uns ans Boot. Diesmal waren es 3 und sie spielten eine ganze Weile mit unserer Bugwelle, so hatte Stefan noch einen schönen Abschluss.

Natürlich kam uns wieder an der engsten Stelle bei der Einfahrt nach Olbia eine Fähre entgegen, das Gleiche wie letztes Jahr. Aber wir wussten ja was wir tun mussten, rechts ranfahren und warten. An der Kaimauer in Olbia fanden wir zum Glück gleich nen Platz, den Letzten. Es hatten wohl mehr die Idee die paar Tage, in denen der Mistral durchgeht, sich in Olbia einzunisten. Am Freitag machten wir ein bisschen Sightseeing und Museum in Olbia, war echt schön und irgendwie war oder ist Olbia dieses Jahr einladender als letztes Jahr. Am Samstagmorgen ging es für Stefan auf den Flughafen und für uns zum Markt, Vorräte auffüllen. Ein schöner, großer Markt mit viel frischen Obst und Gemüse und viel anderen Zeug.

Eigentlich planten wir am Sonntag weiterzuziehen und ein paar Tage vor dem „Tavolara“ zu ankern, aber der Mistral blies bis Montag laut Vorhersage. Und so beschlossen wir in Olbia an der Kaimauer zu bleiben (fast kostenlos), so sind wir doch etwas flexibler und können einfacher an Land. Am Samstagnachmittag war es so weit und wir haben unseren Wassermacher aktiviert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten (willkommen im Seglerleben) lief er dann anstandslos, wir haben den Fehler zum Glück relativ schnell gefunden.

Wer sich jetzt fragt, was macht man so lange in Olbia an Bord eines Segelbootes? Langweilig? Chillig? Den kann ich beruhigen, es gibt immer was zu tun. Einige Sachen bzw. Teile müssen noch ans oder ins Boot gebaut werden, Büro (Überweisung usw.) erledigt werden, geputzt muss mal werden, Wäsche waschen, einkaufen usw., also Langweile bis jetzt nicht, aber alles in unseren Tempo.

Morgen geht`s dann weiter, endlich wieder raus auf`s Wasser, mal schauen wo es uns hintreibt.

Bis bald!

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